HTV-Web-Bild
[Home] [Wanderwochen] [2017-Husum]

22. Hit-Wanderfreizeit “Rund um Husum und das Wattenmeer”
von 10. - 19. Juni 2017

Bilder
mit Klick vergrößerbar

22. Hit-Wanderfreizeit “Rund um Husum und das Wattenmeer”, veranstaltet vom HTV “Fachausschuß Wandern” von 10. - 19. Juni 2017

In Vertretung unseres WanderwartesRainer Dörry begann für mich am Samstagmorgen um 9:41 Uhr im Hauptbahnhof Wiesbaden die Abholung der Teilnehmerinnen Renate, Marie-Luise und Ulrike; in Mainz-Kastel folgten Brigitte und Dieter und bei der Abfahrt des IC in Frankfurt stiegen Bettina, Petra und Raimar zu. Die Bahnfahrt ging reibungslos über Hamburg bis Itzehoe, wo die Lok planmäßig durch eine Diesellok ersetzt werden sollte. Doch die E-Lok gab ihren Geist auf, musste abgeschleppt werden und die Wechselpause erhöhte sich auf 25 Minuten. Mit Verspätung erreichten wir den Zielbahnhof Husum, die Heimatstadt des Dichters Theodor Storm und nach kurzem Fußmarsch das Hotel Hinrichsen im Herzen der Stadt, nur wenige Meter vom Marktplatz, Einkaufsstraße und Schloß mit Schloßgarten entfernt. Eine kurze Erfrischungspause und weiter ging es zum malerischen Binnenhafen, - leider bei Ebbe -, aber mit maritimen Altstadtflair und zum Restaurante “Tante Jenny”, wo wir immer das Abendessen, - 2 Gang-Menü - einnahmen.

Nach einem ausgiebigem Frühstück folgte am Sonntag um 9:30 Uhr die Wanderung zur Dockkoogspitze. Vom Alten Rathaus am Marktplatz und dem Husumer Hafen gingen wir auf Entdeckungsreise, an der Husumer Aue und den Deichschafen vorbei zum Nordseehotel, dem Logenplatz in Husum, direkt am Meer und dem ehemaligen Strandbad. Eine kurze Wegstrecke waren die Deichschafe unsere Begleiter, bevor wir uns dem Binnenland zuwendeten. Schöne Reetgedeckte Häuser folgten, bis wir zu einer Kleingartenkolonie kamen, wo unsere Ausschilderung nur noch spärlich vorhanden war. Ab hier betrieben wir die Tour als Geo-Caching und kamen sicher wieder beim Ausgangspunkt an.

Nach dem Eintreffen unserer Wanderer Gaby und Ernst ging es am Montag punktlich auf die 18km-Tour - Rote Markierung - nach Schwesing, weg vom Meer ins Binnenland, wo wir mit dem starken böigen Wind erstmals Bekanntschaft machten. Der Mühlenaue folgten wir zu einem Rastplatz mit Aussichtsturm, Wasserspielplatz, Hängebrücke und Feuerstelle. Nach ausgiebiger Rast und testen der Spielgeräte ging es über den Eichhörnchen- und Fischweg durch Feld, Wald und Wiesen bis zum Hotel Rosenberg, wo wir vor dem Wind Schutz suchten und uns eine Kaffeepause gönnten. Der Schleswiger Chausee und der Osterende folgend, erreichten wir wohlbehalten unser Ziel, das Hotel Hinrichsen.

Der pinkfarbenen Markierung mußten wir am Dienstag bei unserer 18-km Wanderung in Wassernähe nach Schobüll und Hockensbüll folgen, wo uns die Kontrollstelle “Kiosk zur Seebrücke” zu einer Rast einlud. Danach wurde die Seebrücke geentert und der Rückweg an der Nordsee entlang über die Deiche zum Nordseehotel und dem Husumer Hafen folgte.

Kaiserwetter und eine ruhige See waren am Mittwoch Garant für einen wundervollen Tagesausflug nach Helgoland. Doch zunächst mußten wir eine Bahnfahrt nach Büsum mit Umstieg in Heide und eine Stadtwanderung zum Hafen absolvieren. Die 2 1/2 stündige Hin- und Rückfahrt auf dem MS Funny Girl sowie der 4-stündige Aufenthalt in Helgoland mit Rundwanderung und Einkaufsmeile waren gut zu bewältigen. Leider hatte unser Schiff Verspätung und so mußten wir 1 Stunde auf den Zug für die Rückfahrt warten.

Der Wochenmarkt Husum am Marktplatz war Start zur 11 km langen innerörtlichen Wanderung auf den Spuren des nordischen Dichters Theodor Storm am Donnerstag, bei der wir das Wohnhaus der Eltern, Storms Wohnhaus mit Stormmuseum und Sitz der Stormgesellschaft, dem Schloß mit Garten und Stormdenkmal, der Theodor Storm Schule und der Grabstätte des Dichters sowie mehrere Hauptschauplätze von Novellen “Drüben am Markt, Pole Poppenspäler” erwanderten. Kurz vorm Hotel Hinrichsen kamen wir am Wohnhaus Storms 1864-1866 vorbei, wo die Stadtwanderung endete.

Wind der Stärke 5-6 bildete die besonderen Wetterbedingungen für unseren Wattspaziergang - Hier gibts Watt zu sehen - mit Gästeführerin. Doch zunächst mußten wir mit dem Bus zum Fährausleger Nordstrand mit anschließendem strammen Fußmarsch zum Fulehörn, unserem Treffpunkt. Erklärungen zum Wattenmeer und seinen Bewohnern mit Anschauungsobjekten folgten bei dem 1 1/2 stündigen Wattspaziergang, der wegen einer kleinen Sturmflut für nasse Füße sorgte. Ein kleiner Fußmarsch zurück zum Fährausleger, wo aber wegen des Sturms die Fischbude bereits geschlossen hatte und uns somit die 1-stündige Wartezeit auf dem Bus unendlich lange vorkam.

Husum - Lundenbergsand - Husum mit dunkelblauer Markierung und ca. 20 km Streckenlänge, die längste Wanderung haben wir uns für den letzten Tag aufgehoben. Durch die Eisenbahnunterführung, vorbei an der Husumer Schiffswerft, rechts durch die Rieke Reech, dann dem Landesschutzdeich mit seinen unzähligen Schafen für eine längere Strecke folgend bis wir auf ein weißes Reetdachhaus, unser Etappenziel, das Hotel Lundenbergsand trafen, wo wir uns von der Nordsee verabschieden mußten. Nach eine kurzen Rast folgten wir dem unendlich langen Weg hinter einem Sommerdeich, der uns zu einer Marsch, -teils unter dem Meeresspiegel  liegendes Land, genutzt zur Viehhaltung aber auch zum Getreide- und Rapsanbau führte. Wir sahen die Silhouette von Husum vor uns, durchquerten ein Biotop und kamen durch die Eisenbahnunterführung wieder zu unserem Endziel.

Am 9. Reisetag, unser Ruhetag, sorgte u.a. das Hafenfest für Kurzweil, bevor ein a la Karte Essen am Sonntag unter dem Motto: Goot eten un drinken hoolt Lief un Seel tosoom, die Wanderwoche beendete.

Nachdem jeder seinen Platz im IC Sylt - Frankfurt eingenommen hatte, konnte mit wenig Verspätung die störungsfreie Heimfahrt um 12:15 Uhr beginnen und jeder Wanderer seinen Zielbahnhof überpünktlich erreichen.

Fazit: Es war eine schöne, spannende und erlebnisreiche Wanderfreizeit bei typisch Norddeutschen Wetter, die mir und ich hoffe meinen Mitwanderinnen und Mitwanderern viel Spaß und Abwechslung brachte.
Kiek mol wedder in !

Euer Manfred Lerch.

2017-Husum-T3-3-kl 2017-Husum-T3-5f-kl 2017-Husum-T3-5-kl 2017-Husum-T4-1-kl

2017-Husum-T4-5-kl 2017-Husum-T5-2-kl  2017-Husum-T5-3-kl  2017-Husum-T5-6-kl

2017-Husum-T1-1-kl
2017-Husum-T1-2-kl
2017-Husum-T1-3-kl
2017-Husum-T1-4-kl
2017-Husum-T2-1-kl
2017-Husum-T2-2-kl
2017-Husum-T2-5-kl
2017-Husum-T2-7-kl
2017-Husum-T2-9-kl
2017-Husum-T3-1-kl