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32. Hessenwanderung 2016 -
Glücksmomente? Wandern auf dem Spessartbogen.
vom Samstag, 23. April bis Freitag, 29. April 2016

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Rosemarie’s Wandertagebuch

In Gedanken ist der Gründer der Hessenwanderungen des HTV – Helmut Korst  -2016-Spessartbogen bei den schon länger mitwandernden Turnerwanderern eigentlich immer dabei. Schön, dass sich Idealisten gefunden haben diese Tradition fortzusetzen. So haben sich die Bemühungen von Helmut gelohnt; denn alljährlich treffen sich mehr als zwanzig Wanderinnen und Wanderer um in geselliger Runde der Bewegungsaktivität Wandern im HTV nachzukommen. Es gilt nach wie vor: Turnen und Wandern, Eins gehört zum Andern. Und so wünschen es sich das die Hessenwanderer auch in Zukunft.

Die diesjährige Tour wurde erdacht und vorbereitet durch Jürgen Euler (Vereinswanderwart bei der Turnerschaft Klein-Krotzenburg) sowie organisiert und geführt von Jochem Entzeroth (Vereinswanderwart bei der TuS Steinbach 1885 e.V. und gleichzeitig Gauwanderwart des Turngau Feldberg).

Von vierundzwanzig gemeldeten Wanderinnen und Wanderern waren 23 pünktlich zum Start in den Spessartbogen erschienen nur Inge Eckmann – zum Zeitpunkt des Wanderstarts noch mit Rainer Dörry (stellv. Landeswanderwart) wandernd in Irland unterwegs, wollte aber auf jeden Fall ab Dienstag bei den Hessenwanderern des HTV dabei sein - und wird deshalb erst ab Dienstag die Wandergruppe komplettieren.

Spessartbogen - nicht bekannt?

Wer kennt ihn nicht – den tiefen Spessartwald mit seinen Räubergeschichten. Lang, lang ist’s her. Heute ist der Naturpark Spessart Wanderland. Überraschend sanft aber auch launisch ergründet der Spessartbogen über etwa 90 Kilometer die hügelige Waldlandschaft mit malerischen Wiesentälern. Buchenwälder mit urigen Eichen bestimmen das natürliche Bild des Sandsteinspessarts.

Die Hessenwanderer des HTV haben ihn kennengelernt auch wenn das Wetter mal nicht so ganz richtig mitspielte und das Geläuf hin und wieder durch grobrillige Waldarbeiterfahzeugräder ganz ordentlich durchpflügt war. Doch auch dadurch ist die gute Wanderlaune nicht auszulöschen und Spaß hatten die HTV-Wandersleut allemal. Doch der Reihe nach.

- Am Samstag stand pünktlich (11.00 Uhr) unser Transferbus, mit Norbert  unserem Fahrer, abfahrbereit vor dem HTV-Spessartwanderdomizil, bereit zum Einstieg/Beginn des Premiumwanderweges in Langenselbold. Das Wanderportal war weit geöffnet (deshalb vielleicht auch so kalt) und schon konnte es leicht berganstrebend - zwei nicht übermäßige Anstiege auf den Buchberg und den Sölzertsberg – um zur hessisch-bayerischen Grenze zu gelangen. Beim darrauffolgenden Abstieg kamen wir an der Kunstinstallation "Wabernde Welle" (Faxe Müller) vorbei, bevor am Rasthaus Fernblick mit seinem Aussichtsturm das erste Tagesziel erreicht war.

- Tags darauf am Sonntag transferierte uns Norbert dorthin wo wir am Tag zuvor gendet hatten um unsere Wanderung auf dem Spessartbogen Richtung Biebergemünd-Kassel fortzusetzen. Dabei legen wir einen großen Teil auf oder neben einem bereits in vorgeschichtlichen Zeiten begangenen Handelsweg, der Birkenhainer Straße, zurück. Verwitterte Grenzsteine, ein buntsandsteinernes Schwedenkreuz und Hügelgräber im Wald belegen die frühe Bedeutug der historischen Fernverbindung. Nach über 22 Kilometern Wanderstrecke waren die HTV-Wanderer froh, transferbusfahrend ins Wanderdomizil zurückgebracht zu werden.

- Der Montag war ein Wandertag mit Überaschung. Der pünktliche Start in Biebergemünd-Kassel wurde durch unseren Tranferfahrer sichergestellt, so dass bereits kurz nach 10.00 Uhr die Fährte des gestrigen Tages wieder aufgenommen werden konnte. Nachdem wir im Naturfreundehaus Güntersmühle eine kleine Regenpausenrast eingelegt hatten, informierte uns Rosemarie dass wir ab jetzt möglichst zusammen bleiben sollen. Warum wohl? Des Rätsels Lösung war die Überraschung des Tages: Auf einem Grillplatz, etwas abseits vom Spessartbogen gelgen,  erwartete uns Jürgen - Rosemaries bessere Hälfte - mit einem zweiten Frühstück: Weck, Worscht und Woi waren angesagt und das zu sich zu nehmen ließen sich die HTV-Wandererinnen und Wanderer nicht zwei mal sagen. Und trotz mittlerweile ordentlich nassen Sonnenstrahlen mundete die Überraschung wirklich gut. Danke an den lieben Jürgen und weiter so. Und die zweite Überraschung des Tages ereignete sich kurz vor dem Etappenziel – Forsthaus Haselruhe – durch einen Erkennungsruf unserer Späteinsteigerin Inge. Schön das sie ab jetzt mit uns von der Partie war, du hast uns gefehlt.

- Der vierte Wanderabschnitt am kommenden Dienstag führte uns - ab jetzt in voller Stäke mit 24 HTV Wandersleut - von der Haselruhe, hinter Bad Orb gelegen, bis nach Marjoß. Unterwegs wurden wir in Mernes Opfer der montagsruhenden Gasthäuser am Wegesrand. Kurzentschlossen berfreiten die hungrigen Wanderinnen und Wanderer ein junges Gaststubenpärchen um ihren Mittagsschlaf und bekamen so doch die Möglichkeit verbrauchte Kalorien wieder aufzufrischen. Ab hier erkannten wir was es bedeutet in unseren Landen Natur-/Tierschutz zu renaturalisieren; denn von anfänglich wenigen Biebern konnten auf der Wanderroute viele Hinweise auf aktive Nagetätigkeiten, dieser immer noch seltenen, fast ausgestorbenen, aber mittlerweile wieder anwachsenden Tierpopulation, bemerkt werden. Getreu dem Motto: Der Bieber ist wieder auf dem Vormarsch.

Auf noch etwas Besonderes ist an diesem Tag noch hinzuweisen: Auf einem leichtabschüssigen Waldweg lag im Schatten knorriger Eichen eine "Universität". Jawohl; denn hier konnte man sein "Spessarträuber Examen" ablegen nachdem die wichtigsten Räuberhandgriffe erlernt waren. Ein Tipp für wissenshungrige angehende Spessarträuber mit Diplom!!!!!

An diesem Abend war das Abendessen früher angesagt, da im nahe gelgenen Gelnhausen eine gut in Erinnerung bleibende Erlebnis-Stadtführung mit der Seifensiederin Mechthild Nuwmann anberaumt war. Begleitet wurde die wohlhabende Seifensiederin aus dem Jahr 1389, auf ihrem Weg durch Gelnhausen durch die HTVlerinnen und HTVler und dabei konnten diese einiges  erfahren, was gegen Kopfläuse, die Unlust oder auch gegen Eiterbeulen hilft.  Auch Mittel gegen unkeusche Gelüste hatte Mechthild parat.

- Mit der Erinnerung an alte Zeiten und dem Vergleich wie gut es uns heutzutage geht starteten wir mit unserem Transferbus am Mittwoch auf unsere vorletzte Etappe von Marjoß bis Breunings-Ziegehütte (Scarlotts Hundeschule Hexenbesen). Es war eine Wanderung die man nicht gerne wiederholt; denn vor allen Dingen kurz vor dem Etappenziel hatte der Wettergott die Schleusen geöffnet, so dass wir froh waren an unserem Zielort wenigstens einen Unterstand zu bekommen. Es wurde kurzzfristig umdisponiert der Bus früher bestellt damit Norbert uns erlösen konnte.

- Am Donnerstag, 28.04.2016 fuhren die HTV-Hessenwanderer zum Abwanderpunkt in Sinntal-Breunings um die letzten Kilometer bis zum Schluss des Spessartbogens in Schlüchtern, in Angriff zu nehmen. Das Wetter meinte es nach dem gestrigen Tag sehr gut mit uns. Wandern auf dem Spessartbogen fast wie im Bilderbuch war angesagt. Und wie heißt es so treffend: Ende gut alles gut. Mit dem Zug und Bus wurde diesmal die Rückfahrt gewählt um sich bald darauf zur "Henkersmahlzeit" in der Quelle, dem einwöchigen, liebgewonnenen Wanderdomizil der HTV-Wanderer zu treffen.

Jürgen und Jochem ließen nach dem guten Abendessen diese HTV-Wanderung nochmal Revue passieren und Jede/r bekam eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme der Wanderung auf dem Spessartbogen. Somit ging die 32. Hessenwanderung des HTV ihrem Ende entgegen.

Jürgen nutze die Gelegenheit auf die geplante 33. Hessenwanderung im nächsten Jahr hinzuweisen:2017-Alemannenweg

   137 Kilometer mit 4.282 Höhenmeter, Natur pur, mit teilweise sportlicher Herausforderung. Der
   Alemannenweg im Odenwald vom 6. bis 14. Mai 2017
   HTV-Wanderdomizil: Wiesengrund in Winkel (Lindenfels)

Auch diesmal die Feststellung: Sehen wir uns, oder? Interessierte können sich jetzt schon melden bei Jürgen (juerg.euler@hotmail.com) oder Jochem (j.entzeroth@web.de) um weitere Details zu erfahren.

Festgehalten und niedergeschrieben von
Jochem Entzeroth
Gauwanderwart des Turngau Feldberg e.V.
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