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18. Hit-Wanderfreizeit “Rund um Wanfried und Alsfeld”
von 02. - 08. Oktober 2015

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(alle Bilder: Rainer Dörry)

Klein war die Schar, die am Freitag aufbrach, um die Wanderfreizeit mit dem Landeswandertag 2015 anläßlich des 25. Jahrestages der Wiedervereinigung am 3. Oktober in Wanfried im Werratal zu begehen.

Nach einem Umsteigemarathon mit Stationen in Kastel, Frankfurt, Fulda und Bebra erreichten wir ohne Probleme unser erstes Etappenziel Eschwege, wo uns ein Fußmarsch zur „Stadthalle“ führte. Nach Bezug der Zimmer gingen wir auf Entdeckungsreise durch die historische Altstadt mit Fachwerk und Türme, dem ehemaligen Landgrafenschloß, bis uns der Marktplatz zu einer Rast mit original Eschweger Bier der Klosterbrauerei lockte.
Kulinarische Verwöhnmomente der Hotelküche ließen den Anreisetag ausklingen.

Am nächsten Tag eine Überraschung, den der „Dietermann“, die Symbolfigur Eschweges blies uns den Marsch und stimmte uns so auf den Landeswandertag ein. Nach den Formalitäten machten wir uns auf die lange Route von 15,7 km und 510 Höhenmeter. Auf schmalen naturbelassenen Pfaden führte uns der Premiumwanderweg P12 leicht ansteigend durch Wald und Feld hinauf an die ehemalige innerdeutsche Grenze mit der Agentenschleuse und dem Kolonnenweg über die „Mainzer Köpfe“ zum Kornberg mit Mahnmal „Grenzturm“. Weiter ging es nun den Berg hinunter zum Schützenhaus und damit Ausgagspunkt der Wanderung. Am Ziel wartete eine Überraschung auf uns, denn wir wurden bei 960 gemeldeten Teilnehmern als weitest angereiste Gruppe mit dem Ehrenpreis/Pokal ausgezeichnet. Ein Stadtspaziergang führte uns zum Abschluß zur ehemaligen Hafenanlage mit der Werraschute „Wisera“, bevor uns der Bus nach Eschwege brachte.

Eine anspruchsvolle Tour für sportliche Wanderer mit guter Kondition und vielen Stufen, dies war der als Rundweg an gelegte P6, Heldrastein, mit einer Länge von 12 km. Nach dem Start in Heldra wanderten wir über Frankenloch und Werraaue zum früheren Todesstreifen, aus dem heute das „Grüne Band“ wurde. Weiter auf dem ehemaligen Kolonnenweg ging es stetig bergauf zum Barbarossa-Treppensteig mit seinen 370 Stufen, bevor der 504 m hoch gelegene Aussichtsturm Heldrastein zu einer Rast einlud. Hier fanden auch die verschobenen Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung statt, die wir leider vorzeitig verlassen mußten. 90 Stufen abwärts, dann lagen Försterhäusschen, Pfalzburg und Großburschla auf unserem Weg zum Ziel. Ein kurzer Rast im „Kleegarten“, bevor uns der Bus nach Eschwege brachte.

Schon früh am Montag ging es zum Stadtbahnhof, denn ein Ortswechsel nach Alsfeld zum Turnzentrum war angesagt. Alsfeld, eine Stadt, die sich ihren mittelalterlichen Charakter bis heute bewahrt hat, wurde mit einem Rundgang durch die historische Altstadt erkundet, bevor am Abend ein Höhepunkt folgte, der Nachtwächter-Rundgang. Geschichtliches, Anekdoten, lustig oder schaurig, Persönlichkeiten, zwielichtige Gestalten und die wunderschöne Altstadt erlebten wir bei Nacht auf der Nachtwächtertour. Dabei lernten wir auch andere „alte Alsfelder“, wie die Marketenderin, den Henker, den Mönch, den Totengräber oder die „Weiße Frau“ kennen. Durch die dunklen Gassen schlich in fantasievollem schwarzen Kostüm mit Rabenmaske ein besonderer Gast; ein Pest-Doktor als schauriger Begleiter des Rundganges. Zum Abschluß kehrten wir mit den Schauspielern in einen urigen Weinkeller ein, wo es Flüssiges für den Gaumen gab.

Am 5. Tag erwanderten wir vom Turnzentrum aus auf einem hügeligen Rundweg den Antrifttal-Stausee und die Orte Ruhlkirchen und Seibelsdorf. Unverständlich, daß in Ruhlkirchen das Gasthaus trotz Öffnungszeit geschlossen war und wir 11 km bis zur Rast im „Seehotel“ wandern mußten. Weiter ging es durch Feld, Wald und Wiese zum Turnzentrum, das wir nach 22 km und Regen erreichten.

Unser letzter Wandertag stand unter dem Motto „ Fachwerktraum und Schloßromantik“ und führte uns bei Regen an Stadthalle, Hessenhalle, Wanderheim am Kreisch, dem Bechtelsberg - einst Wohnsitz der Frau Holle - zum Wasserschloß nach Romrod, wo wir nach einer Mittagsrast die Wanderung wegen Regen und schlechten Wegstrecken nach 9 km abbrachen.

Die Heimreise über Fulda und Frankfurt erfolgte ohne Zwischenfälle. Unser Übungsleiter Wandern im TSV Walluf, Rainer Dörry erklärte die Wanderfreizeit nach 77 km um 11:43 Uhr für beendet.

Manfred Lerch

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