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30. Hessenwanderung 2014
Durch das Wittgensteiner Land auf dem Ederhöhenweg
von 12. - 18. Mai 2014

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Es ist das zweite Jahr, dass sich die Getreuen um Helmut Korst wieder getroffen haben um eine im Hessischen Turnverband - Fachbereich Wandern – quasi fest verankerte Wanderung zu organisieren und auch durchzuführen. Dafür sei den Initiatoren Jürgen Euler - Vereinswanderwart bei der Turnerschaft Klein-Krotzenburg und Jochem Entzeroth - dto. bei der TuS Steinbach 1885 e.V. und Gauwanderwart des Turngaus Feldberg, recht herzlich gedankt.
Fast hätte diese Wanderung nicht stattfinden dürfen; denn der DTB hat das Wandern in den Turnvereinen an den Deutschen Alpenverein abgetreten. Aber der HTV ist  - unserem Ehrenpräsidenten Werner Mais sei Dank - diesem Ansinnen des DTB nicht gefolgt und getreu dem Motto „Turnen und Wandern, eins gehört zum Andern“ ist nach wie vor Wandern eine Bewegungsart die beim HTV zum Turnen gehört. Hoffentlich noch sehr lange.

Am Sonntag, 12. Mai trafen sich 22 Wanderinnen und Wanderer aus den verschiedenen Turnvereinen des HTV im Hof Klibe in Bad Berleburg-Berghausen. Sonnig, inmitten von Wiesen und Wäldern gelegen, ein Aussiedlerhof mit Kühen, Pferden, Hühnern, Gänsen, Ziegen usw. so richtiger Ausgangspunkt für unsere Wanderungen auf dem Ederhöhenweg.

Der Ederhöhenweg wurde 1983 auf Initiative des Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatvereins e.V. (HVGW) gemeinsam mit dem sauerländischen Gebirgsverein e.V. (SGV), Bezirk Wittgenstein, eingerichtet. Im Bereich des SGV ist der Weg mit XE weiß markiert, im Bereich des HWGHV mit E weiß mit untergefügter blauer Wellenlinie

Nachdem das Übernachtungsgepäck verstaut war und erste Einblicke auf dem Bauernhof getan waren, ging es gleich auf die „Walz“. Jürgen Euler hatte die gute Idee am ersten Tag nicht gleich eine gravottische Strecke in Angriff zu nehmen, so dass man gemütlich den Wanderweg vom Hofgut aus bis Arfeld in Angriff nehmen konnte.

Insgesamt hatten die „Vorbereiter“ Jürgen Euler und Jochem Entzeroth 6 Etappen ausgesucht, die in sieben Tagen erwandert werden sollten immer zwischen 13 und 21 Kilometern mit teilweise ordentlichen Höhenmetern die naturgemäß auch wieder nach unten führten.

Aber die Wanderinnen und Wanderer des HTV sind von Haus aus fit; denn neben den einmal jährlich stattfindenden Hessenwanderungen sind die meisten Wanderwarte ihrer Heimatvereine und als solche mit ihren Wanderinnen und Wanderern monatlich einmal oder mehrmals auf Schusters Rappen in der Natur unterwegs.

Die Kennzeichnung der Wanderstrecken war nicht so zielführend/hilfreich wie wir es von Premiumwanderwegen gewohnt waren, so dass hin und wieder kleine Sonderschleifen eingelegt wurden. Doch dank moderner „Mobilfunktechnik“ gab es keine größeren Probleme und am Abend waren alle wieder frisch geduscht auf dem Bauernhof zur leckeren Abendmahlzeit eingetroffen.

Dazu ist zu erwähnen, dass unsere Gastgeber die Familien Born und Becker einschließlich ihre dienstbaren Geister hervorragende Gastgeber waren. Wenn weitere Streckenabschnitte auf dem Ederhöhenweg zu wandern sind eine auf jeden Fall empfehlenswerte Adresse. Ach ja, der Seniorchef - August Born - brachte die Hessenwanderinnen und -wanderer auf eine gute Idee:
Gemeinsames Singen der alten Turner- und Wanderlieder; denn der  August war ein professionelles Mitglied eines Männergesangsvereines und  so klang es noch bis in den späten Abend hinein:
    „Hoch auf dem gelben Wagen……………und Alle stimmten mit ein.

Übrigens das Wetter war wanderbar wunderbar wie es kaum besser hätte sein können. Der hin und wieder einsetzende Sprühnebelregen war gut für den Teint unserer Wanderinnen und so konnte man nur sagen, der Wettergott muss auch ein Wanderer des HTV gewesen sein.

Am fünften Tag hatte Herbert Trautmann eine gute Idee, statt der Etappe Battenberg nach Frankenberg den Vorzug zu geben, schlug er vor den Wittgensteiner Schieferpfad zu bewandern und zuvor das Schieferschaubergwerk Raumland zu besichtigen, um so auch etwas für die Kultur zu tun. Nur drei blieben der Ursprungsplanung treu und wanderten die vorgesehene Route.

Zeigt doch wie flexibel die Turnwanderinnen und -wanderer sind und auch unsere Wirtsleute waren flexibel genug um die logistische Aufgabenstellung zu lösen.

Zu schnell ging die Zeit unter Wanderfreunden vorbei und so hieß es am Abschlussabend, mit Verteilung der Wandermedaillen, Abschied nehmen um im nächsten Jahr die 31. Hessenwanderung 2015 in Angriff zu nehmen.

Das Ziel steht: Der Werra-Burgensteig von Hannover-Münden bis Tannenburg.

Die Wanderregion Werratal bietet seit August 2013 den 133 km langen Fernwanderweg Werra-Burgen-Steig Hessen als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland. Auf der Wandermesse Tour Natur 2013 wurde dem Weitwanderweg das begehrte Wandersiegel vom Deutschen Wanderverband verliehen.

Die HTV-Wanderinnen und Wanderer freuen sich bereits auf diese 31. Hessenwanderung des HTV  im nächsten Jahr.

Festgehalten und niedergeschrieben von
Jochem Entzeroth
Gauwanderwart des Turngau Feldberg e.V.

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