HTV-Web-Bild
[Home] [Wanderwochen] [2014-Vulkaneifel-Ahrtal]

16. Hit-Wanderfreizeit Vulkaneifel - Ahrtal
von 21. - 28. Sept. 2014

Bilder
mit Klick vergrößerbar
(alle Bilder: Rainer Dörry)

Eine altersgerechte Wanderwoche mit Kulturtag und 5 Wanderstrecken von insgesamt 75 km in sauberer Luft und unberührter Natur hatte Rainer Dörry vom Fachausschuß Wandern und Abteilungsleiter Wandern beim TV Oberwalluf den 8 Wanderern aus verschiedenen Vereinen im Hessischen Turnverband organisiert.

Reibungslos verlief die Bahnfahrt über Koblenz - Remagen - Ahrbrück und der anschließende PKW-Transfer brachte uns zum Hotel „Dreimäderlhaus“ nach Winnerath, unserem Domizil für die Woche.

Wirt Siggi, unser Wanderführer vom Eifelverein übernahm am Montag das Kommando. Er zeigte unserer auf 17 Wanderer angewachsenen Gruppe zum Einstieg Winnerath mit seiner Kapelle. Der Weg wurde zur Scheid Nück und in Serpentinen über Lückenbach durch das Adenauer- und Lückenbachtal zur Hütte St. Martin fortgesetzt. Durch Insul und das wildromantische Atzenbachtal bergauf stürmten wir unserem Ziel nach 17 km im strömenden Regen entgegen, jäh von Holzfällern gestoppt.

Am Dienstag begaben wir uns auf den 18 km langen Fürstin Margarethen Weg. Auf Gewannwegen querten wir Weidelandschaften ins Jagdgebiet Eichelchen. Über Streitman und die Ahr ins Dreisbachtal nach Wershafen setzten wir unsere Wanderung fort. Am Kettenborner Kapellchen konnten wir bei Super-Wanderwetter die Fernblicke zur Hohen Acht und zum Nürburgringturm genießen, ehe es hinab zum Schulder Dreieck am Ruppenberg und auf dem Jägerpfad zum Hotel ging.

Ahrufer- und Rotweinwanderweg, eine Wanderung der anderen Art, denn der Mittwoch begann mit einer Planwagenfahrt nach Dümpelfeld, weiter mit dem Linienbus nach Ahrbrück und mit dem Zug nach Altenahr. Auf dem Ahruferweg ging es 10 km „per Pedes“ in Laach auf den Rotweinwanderweg über naturbelassene Weinbergspfade zur Weinverkostung bei der ältesten Winzergenossenschaft Deutschlands in Mayschoß. Ebenerdig entlang der Ahr zur größten Rundholzbrücke St. Anna in Laach, weiter bis Altenahr. Ab hier gestaltete sich die Rückfahrt in umgekehrter Reihenfolge.

Donnerstag – Kulturtag und es ging los mit den Planwagen nach Bad Münstereifel, bekannt durch Heino’s Cafe. Hier erfolgte eine Stadtführung durch die mittelalterliche Stadt sowie im „City Outlet“ das neue „Shopping“-Erlebnis. Auf der Rückfahrt machten wir einen Abstecher zum im Höhengebiet liegenden Ort Effelsberg mit dem größten beweglichen Radioteleskop Europas und seinem Radarschirm von 100 m Durchmesser. Einen Vortrag über sas All in Wort und Bild und wir standen vor diesem imposanten Bauwerk. Eine Panoramafahrt mit dem Planwagen zurück zum Hotel rundete den Kulturtag ab.

Abermals mit dem Planwagen ging es am nächsten Tag zur Pfarrkirche St. Michael nach Reifferscheid, wo die 12 km Wanderung auf dem Johanniterweg startete. Beim weitergehen zum Wolfsforst fällt die Mischung aus Wald, Streuobstwiesen, kleinen Äckern und üppigen Hecken sowie die Panoramablicke erster Güte auf. Und bei der Mittagsrast in Redder brachte ein Picknick - Eierpfannkuchen mit Pflaumen - neue Kraft für den Heimweg durch das Wildschweintal.

Unsere letzte Tagestour am Samstag stand unter dem Motto „Wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen“. Vom Hotel auf tollen Pfaden und Wiesenwegen mit excellenten Aussichten im Naturschutzgebiet Hürs Nück querten wir Weidelandschaften um ins Rheinlandpfälzische Vogelschutzgebiet und nach 14 km in den Hotel-Wintergarten zu kommen, wo ein Waffelessen mit heißen Kirschen, Schlagsahne und duftendem Kaffee auf uns wartete.

Zur perfekten Erholung und Entspannung gehörten auch die leiblichen Genüsse in Form von Speis und Trank, mit denen uns das Team (Siggi, Josef, Susi) vom Dreimäderlhaus jeden Abend verwöhnten. Als Schmankerl gab es von Siggi anschließend, mit amüsanten Geschichten gewürzte, Besprechungen.. Hierbei lernten wir, daß Beulenbrand kein Schaps, sondern eine Pilzkrankheit im Mais ist.

Fazit: Wer durch die Eifel will, muß verdammt gute Sohlen haben. Die Mittelgebirgslandschaft der Eifel hat jedoch auch eine Eigenart. Wo es runter geht, geht es auch irgendwann wieder rauf, denn die Wege winden sich durch Wälder, in Täler und über Höhen.

Manfred Lerch

2014-Eifel-001-kl
2014-Eifel-002-kl
2014-Eifel-008-kl
2014-Eifel-011-kl
2014-Eifel-023-kl
2014-Eifel-029-kl
2014-Eifel-061-kl
2014-Eifel-069-kl
2014-Eifel-122-kl
2014-Eifel-136-kl