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29. Hessenwanderung Vulkanring Vogelsberg
von 4. - 11. April 2013

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29. Hessenwanderung des Hessischen Turnverbandes (HTV) vom  04. bis 11. April 2013 (ohne Helmut)

Etappe 1: Donnerstag 04. April 2013
Nieder-Moos (Hotel Jöckel) nach Ilbeshausen-Hochwaldhausen
 (Pflanzengartenhaus) 14,8 km – Vom Teufel und den Hexen

Anfahrt und Ankunft der 19 Wanderinnen und Wanderer des HTV (Monika, Werner, Rosi, Hanni, Rainer, Jochem, Jürgen, Günter F. (Frankobajuware), Henner, Marita, Dietmar, Kristin, Kurt, Karola, Berndt, Günter S., Trude, Herbert und Heini), aus allen Richtungen Hessens, mit eigenen PKWs, wenn möglich in Fahrgemeinschaften, in unserem Standorthotel Jöckel in Nieder-Moos.

Zunächst begrüßte man sich mit großem Hallo; denn es war nicht selbstverständlich, dass eine alte Tradition ihre Fortführung finden würde.

Achtundzwanzig (28) Hessenwanderungen hat Helmut Korst, im Sinne Friedrich-Ludwig-Jahns das Wandern als unentbehrlichen Bestandteil der turnerisch verstandenen Leibesübung gepflegt. Turnen und Wandern - eins gehört zum andern.

Doch Jürgen und Jochem hatten im Januar 2013 beschlossen, mit Zustimmung vieler „Ehemaliger“ die Tradition der Hessenwanderungen fortzuführen. Helmut konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr teilnehmen.

Nachdem das Gepäck in den Zimmern verstaut war konnte die erste Wanderetappe, nach  Gruppenfotoschuss in Angriff genommen werden. Da die Wanderer bei jedem Wetter wandern konnten die Minusgrade uns nichts anhaben.

Vor dem Start wurde noch ein „letzter Mann“ ausgeguckt und mit dem Henner war eine treffliche Wahl gelungen.

Der Weg führte die Wanderinnen und Wanderer zunächst Richtung Nieder-Mooser-Teich vorbei am Campingplatz um bald dem Rothenbachteich einen Besuch abzustatten und eine kleine Rast einzulegen.

Die Mooser Seenplatte ist berühmt für ihre seltenen Vogelarten und Schmetterlinge. Mitten im Wald – etwas abseits der Wanderroute - liegt der Rothenbachteich - eine Oase der Ruhe und Stille.

Der Vulkanweg führte nun an der Grundelmühle vorbei um kurz vor Bermuthshain ansteigend die Höhe vom Läusbuhl zu erreichen um ein kurzes Stück das erste Mal dem Vulkanradweg zu folgen.

Über Felder und Wiesen folgte unsere Route, den Vogelsbergort Grebenhain rechts liegen lassend. zielstrebig am Katzenteich vorbei um bald darauf einen herrlichen Aussichtspunkt – Klöshorst genannt – in Augenschein zu nehmen.

Witterungsbedingt war das Geläuf knochenhart gefroren und auch der Wind tat sein Bestes um ja nicht von einem bevorstehenden Frühling zu träumen. Überall lagen noch Reste vom Schnee, teilweise sogar eine geschlossene Schneedecke.

Der Weg führte nun durch ein Waldgebiet mit beeindruckenden Basaltmassiven und einzelnen Blöcken die Spuren darstellen die an die vergangene Vulkantätigkeit in diesem Landstrich erinnern. Die gottesfürchtigen Menschen die in diesem kargen Land lebten gaben den signifikant dastehenden Basaltformen kennzeichnende Namen wie z.B. Teufelskanzel (hier hat der Teufel gepredigt), Nonnenstein, Uhuklippen gegeben, die auch im Mittelpunkt zahlreicher Geschichten und Sagen stehen. Und am Teufelstisch erzählte Jochem die Mähr von den zwei Waldarbeitern wie sie versuchten den Teufel beim Kartenspielen über denselben Tisch zu ziehen.

Am Ende des Waldweges war dann bald nach 14 km das heutige Etappenziel (Pflanzengartenhaus in der Nähe von Ilbeshausen-Hochwaldhausen) erreicht.

Jetzt musste noch ausprobiert werden ob das mit dem Shuttle-Service auch klappte. Anruf mit dem Handy beim Wirt vom Hotel Jöckel, Stefan, und kaum eine Viertelstunde später konnte die Rückfahrt zu unserem Hotel angetreten werden.

Nach getaner „Arbeit“ konnte sich jeder nach eigenem Gusto auf den „Feierabend“ vorbereiten wie z.B. ein Bierchen trinken, im Hallenbad schwimmen gehen, sich im Whirlpool entspannen oder einen Saunagang absolvieren. Wanderherz was begehrst du mehr.

Bevor es in die Heija ging wurde der Kalorienverlust durch warme Süppchen und allerlei Gutem aus der Küche - der Vater vom Wirt führte hier Regie – aufgefüllt um sich bald schlafen zu legen; denn morgen stand die zweite Etappe an.

Etappe 2: Freitag 05. April 2013
Ilbeshausen-Hochwaldhausen nach Lautertal–Hörgenau 18,3 km – Schneewanderung auf Irrwegen

Pünktlich um 9:00 Uhr saß die disziplinierte Wandergruppe in den Shuttle-Bussen um zum gestrigen Endpunkt - dem heutigen Ausgangsort - gefahren zu werden. Vorher wurde jedoch ein kleiner Schlenker zur Teufelsmühle absolviert.

Die Teufelsmühle von Ilbeshausen ist eine der schönsten und eindrucksvollsten Fachwerkbauten im ganzen Vogelsberggebiet. Ihr Baustil ist so schmuckvoll und ungewöhnlich, dass der Sage nach der Teufel höchstselbst bei der Errichtung seine Hand im Spiel gehabt haben soll. (Leider zurzeit eingerüstet, sodass man die ganze Pracht nur erahnen konnte.)

Nach diesem Abstecher wurden die Wanderinnen und Wanderer zur heutigen Etappe von den Shuttlebusfahrern verabschiedet und schon konnte es losgehen.

Der Weg, teilweise im Tiefschnee, ging zunächst hinab ins Haselbachtal. Auf Trittsteinen - eine Besonderheit im Vogelsbergraum - wurde der Bach überquert und mal eine kleine Verschnaufpause eingelegt. In Serpentinen geht es danach gestärkt recht steil bergan um den Hexenstein herum um zum etwas „duftenden“ Birkenhof zu gelangen. Weiter führte uns der Vulkanring-Vogelsberg am Michelbach entlang durch eine historische Lindenallee auf unseren nächsten Zwischenstopp in Herbstein zu.  Herbstein, erbaut auf einem ehemaligen Vulkanschlot mit einem mittelalterlichen Ortskern und weiten Blicken über das flacher liegende Umland.

Am Tag zuvor hat man uns als Mittagseinkehrschwunglokalität „Bei Sandy“ empfohlen. Groß war die Freude von Werner und Rosi als sie nebenan  „ihre“ Disco von vor 25 Jahren wieder erkannten und das Bild zeigt das strahlende Paar dem die Wirtin einen Rock-and-Roll von damals auflegte und die Beiden von alten Zeiten träumen ließ. Nur mit dem Hüftschwung hatte Werner ein paar Probleme.

Nach der Stärkung wanderte man frohen Mutes an der Herbsteiner Lebensspirale vorbei, ließ das Thermalbad mit Hessens höchstgelegener Thermalquelle rechts liegen und strebte immer emporwandernd an Felsenruhe und Kolpingdorf vorbei um wieder hinabzustreben an den Schalksbachteichen vorbei einem signifikanten, keinem aus dem Gedächtnis gehenden Trennpunkt zu.

Die Vulkanringmarkierung zeigte nach links (Baronenweg), der Wanderplan in Jochems Händen nach rechts und Herberts GPS zeigte, wie der Plan, nach rechts.

Hier passierte dem Wanderleiter Jochem ein nicht zu verzeihender Fehler; denn alle Wanderinnen und Wanderer außer Günter F., Herbert, Henner und Hanni waren schon nach links gestrebt. Hanni und Henner entschieden sich auch für links und Herbert, Günter F. mit Jochem strebten nach rechts. Das Unglück nahm seinen Lauf.

Dank Herberts schlechtem Gewissen (?) und immer wieder nach der verlassenen „Schäfchen“ Ausschau haltend, ließ uns am Galgen von Hopfmannsfeld wieder zusammentreffen.

Am Galgen - über 300 Jahre alt - war es so bitterkalt - gefühlte -24°C - und der Frust dieser unglücklichen Aktion ließ uns entscheiden die Shuttle-Busse zum nächsten Ort - Hörgenau - zum Einsammeln zu bestellen.

Ein Tag der in unserem Domizil dann doch zu einem appetitlichen Ende führte. Allerdings nicht ohne kontrovers geführter Diskussionen.

Fazit:
- Der Wanderleiter sollte niemals eine auseinander gesprengte Truppe verlassen.
- Immer der Mehrheit folgen, auch wenn es schwer fällt.
- Die Wandergruppe sollte sich nie zu weit von seinem Wanderleiter entfernen und auch mal warten, wenn er noch nicht ansprechbar ist oder ihm vielleicht auch mal rückwärts gewandt entgegengehen.

Etappe 3: Samstag 06. April 2013
Lautertal–Hörgenau nach Ullrichstein 14,2 km – Noch mehr Schneewanderung abseits des Vulkanringes mit Einkehrschwung in Herberts Hütte

Der Start mit den Shuttle Bussen war wieder pünktlich möglich. In Hörgenau wurden wir verabschiedet und los ging es auf unsere heutige Schneewanderung. Zunächst über freie Ackerflächen, total dem stark blasenden Wind ausgesetzt die Bäche Brender Wasser, Rotwiesenwasser und Wambach querend strebten die Wanderer dem Totenköppel bei Meiches zu.

Der Totenköppel ist ein geschichtsträchtiger Ort: Ehemals Kultstätte der Chatten, wurde die erste Kirche bereits um 1300 errichtet. Lange diente der „Köppel“ als Wallfahrtsort, sogar Bonifatius soll hier gepredigt haben. Bemerkenswert ist der Sippenfriedhof; denn nur Bewohner des Ortes Meiches (Sippen) werden hier beigesetzt.

Nach einer stärkenden Rast mit Rucksackverpflegung erklärte Jochem, dass er, infolge nun zu erwartenden kräftezehrenden Aufs und Abs einen etwas „gemächlicheren“ Wegeverlauf wählen würde.

Aufgrund am Vortag gemachter Erfahrungen blieben die Wanderinnen und Wanderer zusammen bis auf unseren Roadrunner Jürgen, der wie gewohnt und von der Gruppe akzeptiert, sich bereits, wie an jedem Tag, alleine auf die Walz begeben hatte.

Auf unseren täglichen Wanderabschnitten begegneten wir immer wieder energetischen Windrädern da der Vogelsberg prädestiniert ist für seine ganzjährig stark pustenden Winde. Das hatten auch die Wanderinnen und Wanderer des HTV leidvoll erfahren können.

Die Wanderung wurde durch knietief liegende, schneeüberdeckte einsame Waldwege geführt und dabei kam man auch bei „Herberts“ Waldhütte vorbei, die auch zu einer Rast und Verschnaufpause genutzt wurde.

Danach setzte man den Weg durch Schnee und gefrorenes Wasser fort um über den Fürstenweg letztendlich an der Ohmquelle vorbei Hessens höchstgelegener Stadt , Ulrichstein, entgegen zu streben.

Am Ortseingang ging es unserer Marita gar nicht gut. Flugs hielt Jochem ein gerade daherkommendes Fahrzeug an und bat darum unsere „etwas außer Puste geratende“ Mitwanderin bitte zu unserem heutigen „Einkehrschwung“  Cafe Lichtblick ins Vorwerkmuseum der Ulrichsteiner Burg zu fahren. Gesagt getan, hat bestens geklappt und Marita saß schon bei Kaffee und Kuchen als der Rest der Truppe eintraf.

Bald darauf erwarteten uns die Shuttle Busse, die uns wohlbehalten in unsere kraftspendenden, kulinarischen, energiezurückbringenden Oase zurückbrachte.

Etappe 4: Sonntag 07. April 2013
Ulrichstein/Kölzenhain nach Laubach 18,9 km – Langer Hatsch mit Schloss am Ende

Kaum hatte die Uhr 9:00 Uhr geschlagen, starteten unsere lieb gewonnen „Shuttlebusler“ in Richtung Ulrichstein. Hier verließ uns der „Roadrunner“ um auch die Strecke Ulrichstein Kölzenhain unter seine Füße zu bringen währenddem der Rest der Truppe sich bis nach Kölzenhain chauffieren ließ um dort an der Fachwerkkirche zu starten. (Etwa 5,0148 km gemogelt.)

In Kölzenhain ging es zunächst ganz schön gravottisch empor aber als die Höhe erklommen war führte der heutige Weg fast immer stracks gerade aus Richtung Westen.

Am Jugendwaldheim Petershainer Hof vorbei verlief die Route deckungsgleich mit Lahn-Kinzig-Radweg bis zu einem kleinen Rasthof „Schreiners Mühle“ genannt. Der wurde „besetzt“ und bereits bis hier verbrauchte Kalorien nachgetankt. Und justament an dieser Jausenstation hatte uns der 5,0148 km mehr hinter sich gebracht habende Roadrunner eingeholt.

Nun war es nicht mehr weit, am Ortrand in Freienseen vorbei, um dann kurz vor Laubach zuerst am Wegweiser vorbeigelaufen aber dann doch noch gemerkt, den Weg durch den Schlosspark der Stadtmitte zuzustreben.

Am Schloss gabelten uns die Shuttler auf und brachten die Wanderinnen und Wanderer mit ihren etwas weich gewordenen Knien zur Regeneration zurück in das Domizil.

Heute war das Abendessen etwas früher angesetzt um noch einen Gang – wer wollte – in die evangelische Kirche von Nieder-Moos zu absolvieren um den Orgelklängen der historischen Oestreich-Orgel von 1791 zu lauschen.

Das Dessert gab es dann nach dem Lauschen der Orgelklänge.

Etappe 5: Montag 08. April 2013
Laubach nach Eichelsdorf 19,1 km – Besuch vom Gau Fachwart Wandern des Turngau Wetterau-Vogelsberg, Werner Straub, und Wanderliedersingen  am Abend

Dort wo wir am Tag zuvor aufgegabelt wurden, da steigen wir wieder aus. Und heute besucht uns der Gau Fachwart Wandern vom Turngau Wetterau-Vogelsberg Werner Straub mit seiner Frau Ingrid. „Unser“ Werner ist auch ein professioneller Wanderfan der  Hessenwanderungen und hat bereits acht Mal und seine Frau Ingrid sechs Mal unseren langjährig hessenwandermäßig aktiv gewesenen Helmut begleitet.

In Laubach wurde, nachdem unser Gastwanderer sich eingereiht hatte, ein kurzer Rundgang durch die historische Fachwerkaltstadt absolviert. Hier kann man sich gut vorstellen, wie es im Mittelalter ausgesehen haben mag. Die über 1200 Jahre alte Stadt ist geprägt von basaltgepflasterten Straßen mit idyllischen Ecken und plätschernden Brunnen.

In der Lautenbach unterhalb vom Eichberg führte die Route aus dem Städtchen hinaus um sich nach dem Berganwandern dem nächsten Ort, genannt  „Friedrichshütte“, Bergabgehend zu nähern. Die Friedrichshütte ist eng verbunden mit den Anfängen der Eisenverarbeitung. Bereits im 14. Jahrhundert wurde hier Eisen verhüttet und das gleichnamige Werk - heute ein Teil der Römheldgruppe - stellt immer noch hochwertige Gussteile aus Sphäroguss her.

Weiter geleitet uns die heutige Route durch das Horloffbachtal mit seinen vielen Fischteichen. Jeder Fischteich – an die 20 an der Zahl – hat sein eigenes Anglerhäuschen. Da lässt sich’s gut angeln.

Unterhalb von Küchen- und Atzelberg wandern wir wacker fürbass bis an der Luthereiche - Aufenthalt Martin Luthers bei dessen Weg zum Wormser Reichstag.- der Grenzweg Nidda erreicht wird. Von dort aus ist es nicht mehr weit bis nach Stornfels einem malerisch auf einem erodierten Vulkanschlot gelegenen Dörfchen welches über eine steilen, ganz gravottisch, serpentinartig in die Höhe führenden Wanderweg erreicht werden kann.

Völlig außer Puste erreichen die Wanderinnen und Wanderer des HTV den Ortsmittelpunkt. Und……….keine Kneipe, kein Wasserhäuschen, keine Sitzgelegenheit……einfach nix. Doch am Ortsausgang soll das Restaurant Frankengärten geöffnet haben, meint eine Bäuerin am Straßenrand. Wir fassen uns in Geduld um dann festzustellen die Information war falsch, jedoch die Gartenterasse lud zum verweilen ein. So konnte die mitgenommene Rucksackverpflegung bei herrlicher Rundsicht verspeist werden.

Hinter dem ehemaligen Forsthaus Wolfslauf biegt der Weg nach links ab um unterhalb dem Reipperts wieder einen scharfen Rechtsknick zu machen damit dem Gefälle folge geleistet werden konnte.

Plötzlich merkten wir, dass weder der Berndt noch der Dietmar im Wanderverband auffindbar waren. Entgegen den Bitten des Wanderleiters hatten sich die Beiden von der Gruppe entfernt …………...sie waren einfach weg aber alt genug um die Folgen einschätzen zu können.

Aber der Rest der Frau-/Mannschaft ließen sich die Wanderfreude nicht verderben und machte einen insgeheim erwarteten Alkoholstopp am Werner Straub seinem Rastplatz direkt oberhalb seines Heimatdorfes Rainrod, welches in greifbarer Nähe lag incl. seinem rotpfanneneingedeckten Dach seines Hauses.

Was der Werner dann zu Vorschein brachte………………...selbst aufgesetztes Schlehenwässerchen……...ließen die Geschmacksnerven Purzelbäume schlagen. Herzlichen Dank an den Gau Fachwart Wandern vom Turngau Wetterau-Vogelsberg; denn diese Überraschung ist ihm gelungen.

Nach dem Stopp verließ uns der heutige Mitwanderer, um direttissima seinem Wohnhaus in Rainrod zuzustreben, wo ihn Ingrid seine Frau bereits erwartete.

Nun war es nicht mehr weit bis nach Eichelsdorf, wo uns am Sportplatz die Shuttle-Busse zum Einsteigen einluden.

Heute Abend stand noch Wanderliedersingen auf dem Programm. Und zwar geschickt platziert nach dem Hauptgericht aber vor dem Dessert. Und da das Dessert immer gut war, ergaben sich interessante Intonationen - fast 15 an der Zahl - bevor die Schleckermäulchen zu ihrem wohlverdienten Magenschließer kamen.

Übrigens: Heute Abend war auch Gerhard - Ehemann von der Monika - mit von der Partie, aber vor dem Singen hat er es vorgezogen sein Liebchen schweren Herzens doch wieder zu verlassen.

Etappe 6: Dienstag 09. April 2013
Eichelsdorf nach Gedern 17,1 km – Elvis Presley lässt grüßen

Der heutige Tag war, wie auch die Etappen 4 und 5 schneefrei; denn wir hatten mittlerweile den hohen Vogelsberg verlassen. Wie alltäglich waren die Wanderfreundinnen und –freunde startklar um pünktlich um 9:00 Uhr unsere zweite  Heimat – Hotel Jöckel – mit den Shuttles zu verlassen. Ausgeladen am Sportplatz in Eichelsdorf ging es gleich emporführend zur Sache auf das Plateau vom Eichköppel.

Es eröffneten sich wunderschöne Waldwege, teilweise durchwurzelt und teilweise auch recht matschig. Keine Probleme für die erprobten Hessenwanderinnen und –wanderer. Zwischendurch verließen wir mal wieder die Höhe um den Eichelbach zu überqueren und auch etwas Anlauf zu nehmen um den nächsten Anstieg zu überwinden. Als die Magenknurrzeit geschlagen hatte, wurde uns die Ziegelhütte – direkt am Wetterau-Spessart-Weg gelegen – mit Hinweis auf ihre Offenheit signalisiert. Doch wieder mal zu früh gefreut, es war Montag und die „Bude“ dicht. Dennoch wurde mit Rucksackverpflegung der Kalorienverlust ausgeglichen und genügend Sitzplätze, teilweise sogar windgeschützt, waren verfügbar.

Nach dem „Atzelstopp“ erfreute uns wieder ein Aufstieg um gleich danach in das Bachtal des Hillersbaches hinabzustreben.

Bald war Streithain erreicht wo wir wieder mal ein kurzes Stück dem Bonifatiusweg folgten aber dort wo dieser Weg so grubig dahinführte zeigte uns der Vulkanring den Weg nach oben zur Überquerung von Reitkopf und Gaulfritz um an einem tiefer gelegenen Taleinschnitt die Nidder zu überqueren.

Jetzt verließen wir, auf Bitten des Wanderleiters, die vorgegebene Route um einem naturhaftigen Wanderweg entlang dem  ganz idyllisch gelegenen Spießweiher der Richtung Gederner See zu folgen.

Der Gederner See ist das Badeparadies der Vogelsberger und……………auch Elvis Presley – in seiner Friedberger Militärdienstzeit - tauchte hier seinen adonischen Körper in das kühlende Seeliquid. An dem Erinnerungsstein war unbedingt ein Foto zu schießen; denn mit einer so honorigen Person abgelichtet zu werden hebt das eigene Ansehen im Kreise seiner Lieben doch beträchtlich (?????). Im Restaurant Seeblick – mit indischen Flair – gab es guten Kuchen zur Motivation; denn unsre Shuttlebusse waren schon unterwegs um uns aufzugabeln.

Doch vorher stieß noch unser Roadrunner zu uns der deshalb später zu uns kam weil er uns entgegenwandern wollte uns aber nicht traf, weil eine andere Route gewählt wurde.

Jetzt setzte auch der lang angekündigte Regen ein und ein weiteres Highlight am Abend wartete auf diejenigen die es ausprobieren wollten: Kegeln auf der hoteleigenen Scherenbahn.

Etappe 7: Mittwoch,  10. April 2013
Gedern (Waldparkplatz Tempelswald) nach Nieder-Moos 17,6 km – Ende gut, alles gut (?)

Wie nicht anders zu erwarten, waren die Shuttlebusfahrer auch zum letzten Mal pünktlich zum Transfer bereit.

Abwanderstelle der Normalwanderer war der Parkplatz Tempelswald. Nur unser Roadrunner ließ sich zum Start an den gestrigen Aufgabelpunkt „Gederner See“ chauffieren.

Diese letzte Etappe hatte es mal wieder in sich und zeigte, dass es doch nicht so einfach war den wohlgemeinten Hinweisen des Wanderleiters zu folgen.

Aber darüber soll nicht berichtet werden; denn der Einkehrschwung im Nieder-Mooser Cafe Seeblick (geleitet von Stefan Jöckels Mutter) mit leckerstem Kuchen ließen diese Unbilden vergessen.

Noch erwähnenswert ist der Besuch der Walter-Kreß-Hütte, direkt als Vogelbeobachtungsstation am Ober-Mooser-Teich gelegen; denn hier holte uns der Roadrunner mal wieder ein.

Nach der opulenten Abschlussmahlzeit - zu der auch unsere Gäste Werner und Ingrid aus Rainrod erschienen waren - ließen der Wanderleiter Jochem und Jürgen unser Roadrunner die vergangenen Tage nochmals Revue passieren. Anschließend wurden die Wanderinnen und Wanderer dieser 29. Hessenwanderung 2013 mit dem Wanderabzeichen des HTV ausgezeichnet. eine kleine Erinnerung an diese erste „OH-Tour (Ohne-Helmut-Tour)“. Leider konnte sich Helmut nicht dazu durchringen, an diesem Abend mit seinen Wanderinnen und Wanderern zusammen zu sein.

Es gab auch noch einen Hinweis auf die 30. Hessenwanderung in 2014, vom Samstag, 03.Mai bis Samstag 10.Mai, Ederhöhenweg. Details dazu erfolgen in Kürze.

Dieses Wanderprotokoll hat Euer Wanderfreund und diesmaliger Wanderleiter  Jochem verfasst. April 2013


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