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13. Hit-Wanderfreizeit Lykischer Küstenweg/Türkei
von 26. April - 6. Mai 2013

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Die Türkei ist ein Land alter Traditionen, historischer und antiker Landschaften und Kulturgüter der verschiedensten Religionen. Auf dieser Wanderreise sollten wir die Stätten und Gottheiten der Hethiter, Lykier, Osmanen, Griechen, Römer, Juden, Christen und Muslime kennenlernen.

1. bis 3. Tag. - Anreise und Akklimatisation.
Die Anreise erfolgte dieses Mal per Flug nach Dalaman und Bus zu unserm Standquartier in Lykien, zum Hotel Malhun in Fethye, direkt am Strand des Ägaischen Meeres. Die nächsten beiden Tage dienten der Erkundung der Umgebung und der Anpassung an Klima und Kultur. Nach den kalten Tagen daheim, sorgten die durchschnittlich 28 bis 29 Grad für ein gemütliches Wohlfühlen. Diese Temperaturen sollten uns über die ganzen Tage erhalten bleiben. Natürlich musste aber auch die Wassertemperatur des Meeres erkundet werden.

4. Tag. - Wanderung von Kirme nach Ovacik.
Mit einem örtlichen Kleinbus, die hier vorwiegend den Busverkehr durchführen, und der uns für die meisten Tage zur Verfügung stand, fuhren wir erst einmal zum Bäcker und zum Obstladen, um für die Rucksackverpflegung einzukaufen. Auch musste genügend Wasser mitgenommen werden. Unser Wanderführer Cengiz besorgte das alles für die ganze Gruppe. Da uns die meisten Wanderwege über Fels- und Ziegenpfade führte, wo auch keine Einkehrmöglichkeiten bestanden, so musste diese Prozedur an jedem Wandertag durchgeführt werden.

Danach fuhren wir mit dem Bus nach Kirme und etwas weiter hinauf in die Berge. Nun hieß es wandern. Kopfbedeckung auf  - wegen der Hitze - dann einige Zeit auf breiten Wegen, die aber bald in Felspfade und Ziegenwegen bergauf führten. Ziegen betrachteten voll Verwunderung uns Vorbeimarschierende. In der Ferne grüßte ab und an mal das blaue Meer. Endlich hatten wir die höchste Stelle erreicht. An einer Zisterne gab es dann unsere Mittagsverpflegung aus dem Rucksack. Endlich ging es wieder bergab in Richtung Meer, das uns nun ständig im Blickwinkel lag, und alle waren froh, als wir an der Abholstelle kurz vor Ovacik unseren Bus vorfanden, denn einigen war es doch recht anstrengend in der Hitze gewesen. Der Bus brachte uns nach Ovacik ans Meer, wo wir in einem Teehaus unseren Abschluß machten.

5. Tag. - Wanderung von Hisarönü nach der „Geisterstadt“ Kayaköy.
Heute war grosser Markttag, deshalb fuhren wir zu Beginn zuerst zum Basar, den wir erstmal erkundeten, um dann auch für die Rucksackverpflegung gleich hier einzukaufen. Danach fuhren wir mit unserem Bus nach Hisarönü, wo heute unsere Wanderung begann. Auf gut begehbaren, nicht zu steilen, Wegen, teilweise durch lichte Wälder war unser Ziel heute die verlassene Stadt Kayaköy. Auf dem Weg dorthin begegneten wir etlichen großen Schildkröten und exotischen Pflanzen. Kayköy, einst mit griechischer Bevölkerung, fiel in den Jahren ab 1920 der Aussiedlungspolitik Atatürks zu Opfer, bei der die griechische Bevölkerung nach Griechenland, und die dortige türkische Bevölkerung hierher umgesiedelt wurden. Kayaköy mit seinen griechisch-orthodoxen Kirchen ist seither eine Geisterstadt, die als Kulturgut heute ein Anziehungspunkt des Tourismus ist. Nach kulturellen Ausführungen durch unseren Wanderführer Cengiz und Besichtigungen einzelner interessanter Ruinen, Kapellen und der großen Hauptkirche, wanderten wir talwärts. Nach dem Ende der Ruinenstadt, kamen wir in die neue Nachfolgestadt Kayaköy, wo wir in einem Teehaus unsere Rucksackverpflegung verkonsumierten, natürlich bei einem traditionellen Cay (türkischer Tee). Diese hatte heute unser Bus mitgenommen, so dass unser Rucksack etwas leichter war. Auch die Heimfahrt über die steilen Serpentinen hinunter zum Meer und zurück nach Fethye waren Erlebnis pur. Zum Abschluß erlebten wir noch die Grabstätten der alten Hethiter, hohe Sarkophage, die teilweise in der Altstadt mitten auf den Strassen standen und umfahren werden mußten. Auch die Felsgräber hoch oben in den Felswänden waren äußerst sehenswert. Zum Abschluß gings ins Hotel zu einem guten Glas kühlen Bier und einem Raki.

6. Tag. - Wanderung von Üzümlü nach Candianda und zurück.
Auch heute war Kultur pur angesagt. Nach dem obligatorischen Einkauf ging es mit dem Bus hinauf in die Berge, weit hinter Üzümlü. Hoch oben und mit den Dreitausender Bergen im Rücken wanderten wir los. Auch heute blieb die Rucksackverpflegung im Bus, der uns zur Mittagsrast erwarten würde. Auf breiten kalkig weißen Fahrwegen wanderten wir noch weiter hinauf zur antiken Stadt Candianda, eine Stadt aus der Vorzeit der bekannten Kulturen in einem Naturpark, der zur Erhaltung der Kulturgüter angelegt war. Bei der Ankunft erwartete uns schon unser Bus, jedoch wurden wir zuerst vom Naturparkwächter an dessen Hütte empfangen und mit einem Cay, den er auf einem kleinen Kocher direkt aufbrühte. Derzeit besorgte Cengiz die Eintrittskarten. Danach ging es auf verschlungenen Pfaden zu einem Rundgang durch Candianda. Diese, etwa 2500 Jahre alte Stadt, 600 Mter über dem Meer mit Akropolis, dorischen Tempeln, Stadtmauer, antikem Theater und natürlich etliche uralte Gräber, ließen wir an uns vorbeiziehen. Weit in der Ferne am Meer war Fethye zu sehen, mit den großen Obstplantagen. Die vielen Ritzen und Löcher sind auch für Schildkröten äußerst interessant, von denen wir eine ganze Menge entdeckten. Zurück beim Parkwächter, nahmen wir unsere Rucksackverpflegung ein, unser Bus fuhr wieder weg, um uns an unserem Ziel zu erwarten. Einen Teil des Aufstiegs wanderten wir nun wieder hinab. Auf halber Höhe jedoch ging es nun in den Wald und bergab in Richtung Üzümlü. Unterwegs kamen wir noch an einigen antiken Altertümern aus der griechischen Zeit vorbei, bis wir endlich die Weinstadt Üzümlü erreichten. Auch hier war der Abschluß in einem Teehaus, wo wir mit Cay bewirtet wurden. Natürlich mußte auch mal der örtliche Wein in einem Weinhaus probiert werden. Mit dem Bus ging es danach direkt zum Hotel.

7. Tag - Ruhetag mit Boots-Ausflug um die Inseln Turunc, Ritterinsel, Haseninsel und zurück nach Fethye.
Nach den vorhergehenden heißen und anstrengenden Tagen war heute ein Ruhetag angesagt, der mit einem gemeinsamen Bootsausflug in die Ägäis rund um etliche Inseln genutzt wurde. Die Namen der Inseln, die oben genannt sind, kann ich nicht räumlich nennen, aber in mehreren stillen Buchten ankerten unsere Schiffsführer, und es war Badepause angesagt. Während unsere Schiffsführer, die das Boot am Ufer vertäuen mussten, klappernd - wegen dem „kalten“ Wasser - ins und aus dem Wasser kamen, fühlten wir uns sichtlich wohl in dem etwa 24 Grad warmen Wasser. Die Schiffsführer holten den Grill heraus und grillten für uns Hähnchen und Fisch. Dazu gabs Nudeln, gegrillte Zwiebelringe und diverse Salate. Ein recht erholsamer „nasser“ Tag auf dem Meer. Architektonisch interessant dabei waren die großen Hotel-Anlagen am Ufer und diversen Inseln. Während wir am Vormittag direkt in der Nähe des Hotels vom Schiff abgeholt wurden, fuhren wir am Nachmittag - wegen der nachmittags stärkeren Wellen - in den Hafen von Fethye. Die Rückfahrt zum Hotel erfolgte mit den hier üblichen Dolmus - eine Art von Kleinbus bzw. Sammeltaxi - die hier allgemein im Nahverkehr üblich sind und uns bereits von den Tagen vorher bekannt war.

8. Tag. - Wanderung von Kayaköy nach Fethye
Hier muss ich mich leider ausklinken. An dieser Wanderung konnte ich wegen eines Hexenschuss nicht teilnehmen. Die Bilder der Diashow stammen allesamt von Cengiz, der mir diese zur Verfügung stellte.

Kayaköy ist ja bereits als Stadt aus einer früheren Wanderung bekannt. Von dort wurde die Strecke nach Fethye erwandert.

9. Tag. - Wanderung von Faralya zum Schmetterlingstal und Kanak.
Auch an dieser Wanderung konnte ich wegen des erwähnten Hexenschuss nicht teilnehmen, allerdings war ich mit dem Bus unterwegs, der die Wanderer zum Startort, einem kleinen Einkaufsmarkt in Faralya oberhalb des Schmetterlingstales brachte. Zuvor jedoch konnten wir alle einen Blick ins Schmetterlingstal werfen, das nur mit einem Boot von Wasser aus, oder per Klettersteig mit dem Seil von oben her zu erreichen ist. Nachdem die Wanderer los marschiert waren, fuhr der Bus mit mir und Helga, die ebenfalls nicht teilnahm, zum Ziel der heutigen Wanderung, nach Karnak. Auch hier nur wenige Häuser, Endhaltestelle des Dolmus von und nach Fethye. Natürlich machte ich hier einen kleinen Rundgang, um in der Ferne, den Strand am Meer zu entdecken, zu dem die Wanderung ursprünglich gehen sollte. Diesen Abstieg zum Meer wurde jedoch wegen der prallen Sonne nicht gemacht. So konnten sich die Ankommenden noch im hiesigen Teehaus erfrischen, ehe es im Bus zurück zum Hotel ging. Da dies die letzte Wanderung war, gab es am Abend noch eine kleine (große) Abschiedsparty mit unserem Wanderführer Cengiz, der sich am nächsten Morgen verabschiedete, jedoch die Zusage erhielt, mit uns in zwei Jahren erneut eine Wanderfreizeit, dann aber in den Bergen seiner Heimat durchzuführen.

10. und 11. Tag - Ruhetag und Heimreise
Für uns war der heutige Sonntag noch mal ein Ruhetag, den einige nutzten, um in der Stadt einzukaufen, den Markt besuchten, oder im Hotel einfach nur am Strand lagen, um den schönen heißen Tag zu genießen und die Promenade zu betrachten.

Auch der Montagvormittag war noch recht gemütlich, da wir erst um 15 Uhr die Zimmer räumen mußten. Um 17 Uhr wurden wir vom Flughafenbus abgeholt. Fahrt zum Flughafen in Dalaman und Rückflug erfolgten problemlos.


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