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12. Hit-Wanderfreizeit Spreewald
von 22. - 29. Sept. 2012

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Südlich von Berlin befindet sich eine in Mitteleuropa einzigartige Landschaft, ein verträumtes Idyll, ein Biosphärenreservat, das seit 1991 unter dem Schutz der UNESCO steht, der Spreewald.
Flüsse und Kanäle (Fließe) bilden hier ein Labyrint von fast 1000 km Gesamtlänge. In den naturnahen Auenwäldern, die zahlreichen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum bietet, sind es romantische Blättertunnel, in denen flache Spreewaldkähne von Fährleuten mit bis zu 4 Meter langen Stangen (Rudeln) gestakt werden.
Und dann sind da noch die weithin bekannten Spreewälder Gurken.

1. Tag. - Anreise
Die Anreise mit der Bahn zur diesjährigen zweiten Freizeit, die vom Wasser bestimmt wurde, brachte uns mangels Reservierungsplätze von Frankfurt/Main nach Berlin Ostbahnhof, eine zuschlagfreie Fahrt 1. Klasse, aber auch eine 20-minütige Verspätung. Der Anschlußzug nach Lübben und der Stadtbus waren weg. Dank unserem Organisator Rainer Dörry wurde das Problem schnell gelöst und wir erreichten zügig unser Domizil für 2 Nächte, das Spreewaldhotel „Stephanshof“.

2. Tag. - Wanderung von Lübben nach Schlepzig = 18 km.
Frank, unser ortskundiger Wanderführer begrüßte 17 Wanderer aus verschiedenen Vereinen und Turngauen zur ersten Wanderung durch den Spreewald. Auf Wirtschaftswegen, schwach befahrenen Straßen und Wanderwegen ging es über Deiche an der Spree entlang zum Hartmannsdorfer Wehr. Weiter führte uns der Weg an vielen Fischteichen und am Ufer des Inselteiches entlang nach Schlepzig.
Hier konnten die Kirche in Fachwerkbauweise und bäuerlichem Barockstil, das Bauernmuseum, eine alte Getreidemühle sowie die Spreewälder Privatbrauerei besichtigt werden. Den krönenden Abschluß bildete die ca. 2-stündige Rückfahrt mit dem Spreewaldkahn durch die Schleuse Hartmannsdorf zur Anlegestelle und einem kurzen Marsch zum Hotel.

3. Tag. - Wanderung von Lübben nach Lübbenau = 17 km
Vom Hotel führte uns ein kleiner Stadtrundgang an der Lübbener Schloßinsel vorbei, auf einen Deich am Nordgraben entlang, durch die schöne Auenlandschaft. Weiter ging es auf Brücken über verschiedene Kanäle und Holzstege zum Rastplatz am Großen Fließ in Barzlin, wo wir Kraniche bei der Rastplatzsuche beobachteten. Anschließend ging unser Wanderweg nach Lübbenau durch die Altstadt mit der barocken Stadtkirche St. Nikolai sowie dem Fährhafen mit Topfmarkt zum Hotel „Spreewaldeck“, Herberge für weitere 3 Nächte.

4. Tag. - Gurkeneinleger, Wanderung Leipe und Lehde = 22 km
Von Lübbenau wanderten wir zunächst nach Boblitz zur „Einladung ins Gurkenland“. Eine freundliche Mitarbeiterin der RABE-Spreewälder Konservenfabrik in Blaurock-Tracht begrüßte uns, zeigte die Kräuterfelder und modernen Produktionshallen, um am Ausgangspunkt der Besichtigung verschiedene Spreewälder Gurken zu verköstigen.
Weiter ging es durch den Lübbenauer Spreewald zur historischen Dubkow-Mühle, wo eine kurze Rast eingelegt wurde. Leipe und weiter zum Spreewalddorf Lehde, das nur zu Fuß oder mit dem Kahn zu erreichen war, gehörten zum schönsten Teil unserer Wanderung. Hier lohnte ein Besuch des Freilandmuseums, bevor uns der Weg zurück nach Lübbenau zum „Spreewaldeck“ brachte.

5. Tag - Ruhetag mit Ausflug zur Slawenburg Raddusch und Kahnfahrt = 8 km
Der Ruhetag mit Pflichtprogramm brachte uns am Mittag einen Höhepunkt der Wanderfreizeit. Doch zunächst erreichten wir nach kurzer Bahnfahrt und kurzem Marsch die Slawenburg, eine kleine ringwallförmige Befestigungsanlage, deren Äußeres auf der Grundlage der Grabungsbefunde originalgetreu nachgebildet wurde. Im Inneren kann der Besucher einen Streifzug durch die Ur- und Frühgeschichte der Niederlausitz unternehmen.
Wieder zurück in Lübbenau folgte eine märchenhafte handgestakte Kahnfahrt vom Großen Spreewaldhafen in das Lagunendorf Lehde, das seinen ganzen Zauber erst von der Wasserseite aus offenbart. Wasserwege ersetzen hier das Straßennetz, Fußgängerbrücken verbinden unzählige Inseln. Feuerwehr, Post, Müllabfuhr - sie alle kommen mit dem Kahn.

6. Tag. - Wanderung von Lübbenau nach Burg = 21 km
Ausgeruht gingen wir zum Kleinen Fährhafen und von dort über den schönsten Teil der Wanderung, 14 Holzbrücken und Stege auf einem birkengesäumten Wanderpfad bis Wotschofska. Ausgedehnte Wiesen und ein endloser Plattenweg führte uns zur Polenzschänke, einem alten Traditionshof mit Kahnanlegestelle. Weiter auf dem Eichenweg zum Burg Kauper Kahnfährhafen, nun auf unterschiedlichen Wegen durch Deutschlands größte Gemeinde, die Streusiedlung Burg bis zur Haltestelle am Bismarckturm und mit dem öffentlichen Bus zum Landgasthaus „Zum Oberspreewald“ in Neu-Zauche, unserer letzen Station.

7. Tag. - Wanderung von Burg durch den Neu-Zaucher Spreewald - 17 km
Am letzten Wandertag folgte die schönste Tagestour durch den Spreewald. Mit dem Bus nach Burg, auf dem Willischzaweg zur Burger Ringchaussee und durch den Erlenhochwald zum idyllisch gelegenen Waldhotel Eiche zur Rast. Weiter auf einem Waldpfad (Theodor-Fontane-Weg) am Nordfließ entlang zum Rastplatz am Kahnfährhafen.
Von hier aus weiter zum Nordumfluter, durch offene Wiese- und Weidelandschaft mit Kranich und Rehbeobachtung zurück zum Landgasthaus, wo nach Verabschiedung unserer Gäste zum Abschluß ein Grillabend zum geselligen Ausklang der harmonisch verlaufenden Wanderfreizeit von insgesamt 103 km einlud.

Ein Dank an unsere Organisatoren Sylvia und Rainer Dörry, die neben dem reibungslosen Ablauf auch für Bilderbuchwetter gesorgt hatten.

8. Tag - Heimreise
Ohne Komplikationen erfolgte die Rückfahrt mit Bus und Bahn in die Heimatorte.

Wo du nicht per Pedes warst - bist du nicht gewesen.

Euer Manfred Lerch


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