HTV-Web-Bild
[Home] [Wanderwochen] [2011-Westerwaldsteig]

26. Hessenwanderung auf dem Westerwald-Steig - 03. bis 10. Sept. 2011

Bilder
mit Klick vergrößerbar

26. Hessenwanderung auf dem Westerwaldsteig:
Durch den Westerwald zum Rhein


Die Strecke führte an sechs Tagen über 120 Kilometer von Hachenburg nach Bad Hönningen. Organisiert hatte das Freizeitsport-Event, wie all die vorherhehenden Jahren auch der stellvertretende Landeswanderwart des Hessischen Turnverbandes, Helmut Korst.

Auf der 120 km [angen Wanderstrecke waren an zwei Orten Übernachtungsbasen organisiert: die erste in Kloster Marienthal und die zweite in Strauscheid. Die Tagesstrecken zwischen 15 und 23 km hatten sehr unterschiedliche Anforderungsprofile was Länge und Steigungen betraf.

War auch alles im Voraus perfekt geplant, lag schon bei der Bahnanreise nach Hachenburg der erste Stolperstein im Weg: In Limburg streikte die Regionalbahn! Glücklicherweise konnte das Westerwälder Busunternehmen, das für die täglichen Anfahrten zu den Etappen gebucht war, die Wandergruppe in Limburg abholen und nach Hachenburg bringen. Ob sich die Bahn für die entstandenen Mehrkosten in Regress nehmen lässt, wird sich noch zeigen.

Der Einstieg in die Tour von Hachenburg nach Limbach mit elf Kilometern Strecke war zu Beginn nicht zu herausfordernd. Dafür war die nächste Etappe von Limbach nach Marienthal mit 22 km und einigen Steilpassagen im Waldgelände, weiter über eine Stahlseil-Hängebrücke und entlang mehrerer ins Schiefergebirge geschlagener Felspassagen schon eine sportliche Herausforderung. Sogar den „Weg zum Ende der Welt" haben wir eingeschlagen um festzustellen, dass es danach weitergeht.

Die folgenden Etappen führten uns hügel-auf und -ab, durch alte Bergbaugebiete und romantische Flusstäler von Nister, Grenzbach und Wied. Die Gruppe machte Pause in Flammersfeld, dem Ort, in dem der Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen seine Genossenschaftsidee umzusetzen begann.

Die nächste Wanderetappe führte durch die Region des Erzbergbaues nach Horhausen. Auch dieser Ort hatte einen berühmten Sohn hervorgebracht, Joseph Kardinal Höff-ner, langjähriger Kölner Erzbischof. Im von alten Mühlen, gesäumten Wiedtal kam die Gruppe durch Waldbreitbach, das die mit 8,0 m höchste Naturwurzelkrippe der Welt vorzuzeigen hat. Auch hier säumen Klosteranlagen den Wanderweg. Auf dem Weg zum am Rhein gelegenen Bad Hönningen, dem Ziel der herbstlichen Gruppenwanderung des Hessischen Turnverbandes, folgten wir über 12 km dem römischen Limes. In Bad Hönningen am Bahnhof galt es Resümee zu ziehen über eine Wanderung, die die Gruppe zusammengeführt hatte: Eine Woche des gemeinsamen Erlebens von Natur und körperlicher Fitness mit dem Trend zur Langsamkeit.

Die durchschnittliche Länge der Tagesetappe von 17 km ist mit der, die im Auto zurücklegt werden kann, nicht vergleichbar. Aufgewogen wird diese Entschleunigung durch die körperliche Selbsterfahrung und die Nähe zur Natur - ein Evergreen der Fitness-Trends besonderer Art. Im Kleinformat können alle Wanderfreunde des Hessischen Turnverbandes diese Erfahrung beim Landeswandertag 2011 in Diedenbergen am Sonntag, den 16. Oktober nachempfinden.

Inge Eckmann

 

26-Hessenwanderung-kl
2011-Westerwaldsteig-01-kl
2011-Westerwaldsteig-02-kl
2011-Westerwaldsteig-03-kl
2011-Westerwaldsteig-04-kl
2011-Westerwaldsteig-05-kl
2011-Westerwaldsteig-08-kl
2011-Westerwaldsteig-09-kl
2011-Westerwaldsteig-14-kl