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25. Hessenwanderung auf dem Westerwald-Steig - 03. - 10. Mai 2011

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Kurzer Wanderbericht über die Wanderwoche auf dem 2. Teil des Westerwaldsteigs von Hachenburg nach Bad Hönningen
vom 3. bis 10. Mai 2011 mit unserem Helmut


Dienstag, 3.5.2011
Von Hachenburg nach Limbach
Ca. 13.45 am Bahnhof Hachenburg abmarschiert - erst mal ein Stück in die falsche Richtung, zum Marktplatz (natürlich bergauf)
Kurzes Stück wieder hinunter, dann den richtigen Weg gefunden.
Einkehr im Biergarten des Marienstatter Brauhauses . Gehört zum gleichnamigen Kloster, die Kirche besichtigen wir im Vorbeigehen.
Im Limbach holt uns der Bus ab (gleicher Bus und Fahrer wie im Vorjahr)
Der Bus biegt auf eine Straße ein, die für Fahrzeuge bis 2,5 Tonnen limitiert ist, und kommt nicht um die Kurven. Entweder muss er ein Stück weiterfahren und dann wenden oder mindestens 1x zurücksetzen.
Übernachtung für die nächsten 4 Nächte: in Marienthal, ein Teil im Marienthaler Hof, einige im Waldhotel Marienthal.
Gemeinsames Abendessen immer im erstgenannten Haus.
Ernst vermisst sein Gepäck. Dieses hatte Heini aus Versehen mitgenommen.

Mittwoch, 4.5.2011
Von Limbach nach Marienthal
Bei 5 Grad Außentemperatur starten wir am Morgen mit dem Bus nach Limbach. Helmut hatte ursprünglich vorgesehen,  die ersten ca.5 km Weg zu kappen, damit die Etappe nicht zu lang wird.
Da dies aber eines der schönsten Steckenteile sein soll, entscheidet sich die Mehrheit von uns, diesen Teil trotzdem zu laufen. Nur 4 (Helmut, Karin, Heini und Günter K.)  entscheiden sich für die Kurzvariante (ca. 16 km) die Langversion beträgt etwa 21 km. Und der Anfang entpuppt sich als wahres Schmuckstück: Erst der Aussichtspunkt Hohe Ley, dann ein altes Schieferbergwerk, das besichtigt werden kann. Dort tragen wir uns alle ins Besucherbuch ein.
Danach folgt ein sehr anstrengender  Teil: ca. 100 steile Stufen führen vom Bergwerk hinunter ins Flusstal, dem wir folgen. Am Zusammenfluss der Großen und Kleinen Nister befindet sich ein Rastplatz, der für die Mittagspause ideal ist.
Kurz danach kommen wir am einem Campingplatz mit Restaurant vorbei, wo wir noch auf ein Getränk einkehren. Hier wurde vor kurzem auch die "Kurzwandergruppe" gesehen.
Die Wirtin beschreibt anschaulich, was uns auf dem Weltendepfad erwartet: Es gibt die Variante "Klettersteig" und einen leichteren Weg als Alternative. Wir teilen uns auf und treffen danach wieder zusammen.
Unsere heutige Etappe endet am Hotel in Marienthal, sodass wir keinen Bus mehr brauchen. Im Hotel fand heute eine Trauerfeier statt, diese Gäste habe noch etwas Kuchen übriggelassen, der uns prima mundet, als wir hungrig und durstig zurückkommen und in den Biergarten einfallen.

Donnerstag, 5.5.2011
Von Marienthal  nach Weyerbusch
Die gestrige Etappe endete am Hotel, die heutige beginnt hier. 9.30 Abmarsch, den Kreuzweg hinter dem Kloster hinauf. Besteigung des Raiffeisenturmes: Die Mühe lohnt sich allemal.
Eine Weile später nimmt eine Hälfte der Gruppe eine falsche Abzweigung und verläuft sich. Und Jochem ist auch noch verschwunden. Wir gehen wieder zurück und finden die Markierung und auch den Rest der Truppe wieder.
Mittagspause an einem See mit Kaulquappen und vielen Libellen im Doppelpack.
In Weyerbusch im Hotel Sonnenhof trinken wir noch etwas im Biergarten und werden vom Bus abgeholt.

Freitag, 6.5.2011
Von Weyerbusch nach Flammersfeld
Um 9.00 Uhr mit dem Bus nach Weyerbusch. Die heutige Tour führt uns durch schöne Fachwerkdörfer (Mehren, Mehrbachtal). Das Höhenprofil ist heute mal nicht anspruchsvoll.
Gruppenfoto auf  den Treppen einer Freilichtbühne in Mehren.
Mittagsrast auf einer Wiese, mit Himbeergeist von Ernst.
In Flammersfeld im Cafe Schüler warten wir bei Kaffee und Kuchen (und dem einen oder anderen Bier) auf den Bus.

Samstag, 7.5.2011
Abreise aus Marienthal. Mit dem Westerwaldlied verabschieden wir uns vom Hotel.
Wanderetappe Flammersfeld - Horhausen.
Der Bus bringt uns nach Flammersfeld. Wir kommen zu einem Aussichtspunkt namens Kanzelblick, mit Blick ins Wiedtal. Teilweise ist der Westerwaldsteig ab jetzt mit dem Wiedweg identisch.
Heute gibt es wieder eine Alternative: Klettersteig über den Hölderstein oder bequemer Weg drumherum.
Mittagsrast an einem Marienstandbild mit schöner Aussicht.
Ende der Etappe in Horhausen, wo heute Blumenmarkt ist. Dort holt uns der Bus ab und bringt uns zum 2. Standort in Strauscheid, Hotel Westerwälder Hof. Hier bleiben wir die nächsten 3 Nächte.

Sonntag,  8.5.2011
Von Horhausen nach Strauscheid
Beim Frühstück überrascht Jochem die Damen mit einem Glas Sekt (heute ist Muttertag)
Start um 9.00 Uhr mit dem Bus nach Horhausen.  Das Höhenprofil ist heute wieder sehr abwechslungsreich. Helmut läuft an manchen Stellen einen anderen Weg und trifft uns später wieder.
Mittagsrast an einer Hütte mitten im Wald in der Nähe eines Kraters.
Diese Etappe endet direkt am Hotel, wo wir durstig in den Biergarten einfallen und den runden Tisch immer noch ein wenig erweitern müssen.

Montag, 9.5.2011
Von Strauscheid nach Waldbreitbach
Um 9.00 Uhr Abmarsch vom Hotel aus.  Heute gibt es wieder Gelegenheit zu Extratouren:
Die erste ist eine 2,6 km lange Schleife um das Roßbacher Häubchen, einem Basaltfelsen mit schöner Aussicht. 6 von uns laufen diese Extraschleife, wir treffen uns wieder im Hotel Strandcafe am Ufer der Wied, wo wir ziemlich lange auf ein Getränk warten müssen.
Kurz danach Mittagsrast auf Bänken am Wiedufer.
Dieselben 6, die auch um das Roßbacher Häubchen gewandert sind, laufen auch eine Wegvariante nach Waldbreitbach, wo wir uns im Eiscafe Riviera wiedertreffen und Eis essen, bis uns der Bus wieder holt.
Heute ist unser letzter Abend im Hotel. Vor dem Abendessen bringen wir (Rosemarie und Rainer) ein Gedicht zu Gehör, und Herbert und Jochem bekommen  einen kleinen Präsentkorb mit Westerwälder Spezialitäten überreicht (für die Mithilfe bei Wegfindung und Organisation).

Dienstag, 10.5.2011
Abreise
Letzte Etappe: Waldbreitbach - Bad Hönningen
Mit einem Ständchen verabschieden wir uns von den Wirtsleuten. Der Hotelier bringt uns das Gepäck nach Bad Hönningen an den Bahnhof.
Mit dem Bus um 9.00 nach Waldbreitbach ans Eiscafe. Dort ist auch eine Bushaltestelle, und unsere 2 "Nicht-Wanderer" heute (Helmut und Günter K.) erwischen gerade noch den Bus nach Bad Hönningen, weil dieser etwas Verspätung hat.
Der Rest teilt sich auf in Lang- und Kurzwanderer: die Langwanderer laufen an der Wied entlang und hinauf zum Kloster der Franziskaner, wo wir die Kirche im 1. Stock besichtigen.
Aufstieg zum Malberg  und kurze Rast oben mit Blick in einen Kratersee.
Danach ist der WW-Steig bis nach Bad Hönningen mit dem Limespfad identisch. Von hier an geht's bergab, an einem Kohlenmeiler vorbei, in Bad Hönningen durch das weniger schöne Industriegebiet bis zum Bahnhof, wo wir vom Bundeswanderwart des DTB begrüßt werden, der uns Anstecknadeln verteilt. Wäre das Gepäck schon da, könnten wir sogar noch einen Zug früher fahren. Aber es bleibt bei Abfahrt 14.09 Uhr,  vorher essen wir noch unseren Mittagsproviant auf Bänken vor dem Bahnhof.

aufgestellt, 14. Mai 2011 von Rosemarie

Beobachtungen am Westerwaldsteig
anlässlich der 25. Hessenwanderung mit unserem Helmut


Fast  immer scheint für uns die Sonne
auf breiten Wegen - eitel Wonne.
Doch manchmal wird der Steig sehr schmal
und man hat keine andre Wahl
als zu gehn im Gänsemarsch
und sieht vom Vordermann nur den A....
Ernst geht - wie stets - am End und späht
damit niemand verloren geht.

Fröhlich schreiten wir voran
in der Hand den Wanderplan.
Mancher auch mit GPS
worauf man sich gern verlässt.
Helmut und Herbert, diese beiden
sicher uns den Weg geleiten.
Jochem knipst fürs Protokoll
manches Bild, was zeigen soll,
wo wir uns herumgetrieben,
um vorzuführen dies den Lieben,
die im Mai daheimgeblieben.

Der Bus hat auf dem schmalen Strecken
Mühe, dort nicht anzuecken.
Doch unser Ulrich, ganz behände,
kurvt uns sicher durchs Gelände.

Muss man mal vom Weg abgehn
bleibt auch oft ein Stock mal stehn.
Besser wär's, ihn anzubinden
am  Rucksack - dann muss man sich nicht schinden
wenn man rennt zurück den Pfad
wo man ihn stehngelassen hat.

Die Jacke aus, die Jacke an.
Steigt man hinauf, wird's einem warm.
Läuft man dann verschwitzt hinunter
und  bläst ein kühler Wind - mitunter
und will man keine Grippe kriegen
muss man sie wieder überziehen.
Und so geht es fröhlich-heiter
bis zum nächsten Anstieg weiter.

Nach alldem ziehen wir den Schluss:
Der Westerwaldsteig - ein Genuss!
Doch enden müssen, ohne Frage,
auch die schönsten Urlaubstage.
Nach Haus wir unsere Schritte lenken,
wir werden stets gerne daran denken.


Rosemarie Staschewski


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