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10. Hitwanderung auf dem Burgenweg / Bergstrasse - 14. - 21. Mai 2011

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Es ist wieder so weit   ---------   10. Hit-Wanderfreizeit
Burgenweg Bergstrasse   ---------   vom 14. - 21. Mai 2011


Der Sinn des Reisens ist es, ans Ziel am kommen, der Sinn des Wanderns, unterwegs zu sein.

Diese kleine Weisheit von Theodor Heuss, 1. deutscher Bundespräsident, soll uns für die Wanderung motivieren.

10 Wanderbegeisterte treffen sich um 9:30 Uhr im Wiesbadener Hauptbahnhof, um mit der Regionalbahn die kurze Reise nach Darmstadt anzutreten. Das Gepäck wird am Bahnhof Da.-Eberstadt verladen, wir begeben uns in die Obhut von Rainer Dörry, unserm Wanderwart im TV Oberwalluf und Wanderführer des HTV - Fachausschuß Wandern und die Suche nach der Friedhof-Straßenbahn-Haltesteile, dem Einstieg in den Burgenweg, beginnt"
Hier finden wir die vom Odenwaldklub angebrachte Markierung "blaues B auf weißem Grund", die uns bei der Wanderung von Burg zu Burg, durch Wälder, Wiesen und Weinbergen ca 100 km bis Heidelberg begleitet.
Erster Halt ist die Burg Frankenstein, wo uns das Terrassencafe mit seiner Fernsicht zu einer kurzen Rast einlädt. Weiter geht es bergab an Seeheim vorbei, um dann bergauf zur Burgruine Tannenberg -Zugbrücke und Tor- zu gelangen. Hier verlassen wir den B-Weg und erreichen nach 15 km die im Stettbacher Tal gelegene Herberge, das Hotel Brandhof.

Sonntags um 9:00 Uhr starten wir an der Bergkirche vorbei hinauf zum Heiligenberg mit seinem Schloß, der Klosterruine und dem goldenen Kreuz. Nächstes Ziel ist das Alsbacher Schloß, wo wir dank der Mittagsrast einem kurzen Regenguß entgehen. Von hier schlängelt sich der Burgenweg unterhalb des Melibokus zum Auerbacher Schloß, einer der schönsten Burganlagen an der Bergstrasse. Eine schlechte Wegstrecke führt uns nach 18 km zur Unterkunft, dem Hotel "Poststuben" in Bensheim-Auerbach. Ein kurzer Willkommenstrunk im TUI ReiseCenter, -an der Bergstrasse war Autofreier Sonntag-, und der Besuch der Brauerei Burggraf Bräu rundete den anstrengenden Wandertag ab.

Neun Uhr, der Startschuß zur 3. Etappe fällt. Am "Blauen Affen" vorbei geht es durch die Bachgass' zum drittgrößten hessischen Staatspark, dem Fürstenlager, ein weitläufiger Park im Stil eines Englischen Landschaftsgarten. An der Herrenwiese geht es aufwärts zum Freundschaftstempel und zum Aussichtspunkt "Ludwigslinde", wo wir unser Etappenziel, die Starkenburg in Heppenheim, schon sehen können. Weiter geht es weitgehend durch Weinberge, mit herrlicher Sicht auf die Bergstrassenlandschaft, und zum Bensheimer Hausberg mit dem Kirchberghäuschen. Beim Aufeinandertreffen von Burgen- und Blütenweg teilt sich die Gruppe. Die Mehrheit nimmt den leichteren Blütenweg bis zum Rande der malerischen Altstadt Heppenheims mit dem Park Inn Hotel, während 3 Wanderer den steilen Aufstieg zur Starkenburg mit der Burgschänke angehen, um dann vor verschlossenen Türen zu stehen. Mit einem Erinnerungsstempel der Jugendherberge im Gepäck folgen wir dem beschwerlichen, kopfsteinbepflasterten Burgenweg hinab in die historische Altstadt zum Hotel. Nach einer kurzen Führung durch die Altstadt mit verwinkelten Gassen, schmucken Fachwerkhäusern, dem Mainzer Amtshof, dem Rathaus und dem Marktplatz mit Marktbrunnen und Mariensäule kehren wir am Ende der 13 km langen Strecke im Restaurant "Am Stadtgraben" beim "Pumuckel" ein.

Zur gewohnten Zeit starten wir vom Marktplatz aus durch die Weinberge in südliche Richtung, an Laudenbach, Hemsbach und Sulzbach vorbei zur kurzen Mittagsrast im Hexenstübchen. Weiter geht es zu Weinheims Fußgängerzone und dem mediterranen Marktplatz mit Altes Rathaus und unserem Ziel, dem Marktplatz-Hotel. Weinheims Grüne Meile mit dem Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof statten wir einen Besuch ab, bevor das Abendessen im Bistrorant "Tafelspitz" nach 14 km die 4, Etappe beschließt.

9 Wanderer starten um 9 Uhr zur 19 km langen Königsetappe von Weinheim über die Ruinen Hirschburg und Schanzenköpfle nach Schriesheim. Durch den Schlosspark, vorbei am Heilpflanzengarten, gehen wir in den 3 km langen Exotenwald. Später in zahlreichen Windungen und verschlungenen Pfaden durch die Weinberge nach Hohensachsen zur Kunz'schen Mühle, wo es eine Mittagsrast mit Dinkelbier und Gutes aus Schrot und Korn gibt. Im Wald geht es in Serpentinen steil ansteigend zur Hirschburg und weiter aufwärts zum Schanzenköpfle. Leider sind von den Ruinen nur noch wenige Spuren erkennbar; neben Ringgraben und Erdhügel eine Schautafel.
Nun führt uns der Burgenweg bergab und kurz vor Schriesheim wählen wir einen Wildpfad als Abkürzung, um zu unserem Domizil, dem Hotel "Neues Ludwigstal" außerhalb des Ortskerns zu kommen.

Wie gewohnt pünktlich starten wir komplett zur Strahlenburg hinauf. Doch leider ist die Burg zu so früher Stunde noch verschlossen. Zunächst geht der Burgenweg durch die Weinberge, dann in Waldrandnähe zur Schauenburg und am Steinbruchgelände vorbei hinab nach Dossenheim. In Handschuhsheim sorgt der "Turnerbrunnen" für eine kurze Pause, bevor der letzte Anstieg in Angriff genommen wird. Von der Bismarcksäule auf dem Heiligenberg sehen wir vor uns das Ziel;   Heidelberg, zum Greifen nahe, doch es muß noch der Abstieg über Eichendorff-Anlage, Philosophenweg und dem ekligen Schlangenweg bewältigt werden, bis wir über die "Alte Neckarbrücke" zum Marktplatz gelangen. Vorbei am Rathaus und Kornmarkt erreichen wir nach 14 km Weglänge die Talstation der Heidelberger Bergbahn und somit für die restlichen zwei Tage unser Zuhause in Heidelberg, das "Hotel am Schloß". Zum Ausklang kehren wir in's Wirtshaus zum Nepomuk mit seinem schönen Innenhof ein und beenden diesen Tag bei Speis' und Trank.

Eine 3-stündige, ca 4 km lange geführte Stadtwanderung mit Fahrt der Bergbahn, Besichtigung vom Heidelberger Schloß und der Altstadt sowie die Einkehr im Biergarten der Kulturbrauerei beendete die 97 km lange Burgenwanderung.
Unseren freien Abend verbringen wir im idyllischen Garten des "originellsten" Restaurants Heidelbergs, "zum Güldenen Schaf", sowie auf der Dachterrasse unseres Hotels, bevor uns ein heftiges Gewitter früh in die Betten schickt.

Ohne Probleme verläuft die Rückfahrt am Samstag mit der Regionalbahn über Darmstadt und Mainz.

Naturerlebnis und Geselligkeit mit einer harmonischen Wandergruppe in guten Hotels / Restaurants die Freizeit verbringen sowie sehr anstrengende Wanderwege bei Bilderbuchwetter und eine gut organisierte Wanderwoche durch unseren Wanderwart Rainer Dörry. Was will man mehr ?
Und die gute Fernsicht über Bergstrasse zum Pfälzer Wald bis zum Taunus an den Aussichtspunkten entschädigt für die große Mühe und den vergossenen Schweiß.
Herzlichen Dank Rainer !

Manfred Lerch


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