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6. Hit-Wanderfreizeit: Bayrischer Wald - von 22. bis 30. September 2007

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dort wo der Wildbach rauscht

14 frohgelaunte, erwartungsvolle Wandersleut' bestiegen in Frankfurt den Eurocity, um bei Bilderbuchwetter die Bahnfahrt nach Passau zu genießen. Weiter ging es mit dem Bus nach Ringelai zum Hotel Gross, unserem Domizil für die nächsten Tage. Rainer Dörry, unser Wanderführer des HTV-Fachausschusses Wandern, hatte die Wanderwoche im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Österreich organisiert und die 6 Touren zusammengestellt. Die erste Wanderung führte uns, nach Einstimmung durch den Besuch des Hexenmuseums, auf dem 13 km langen Hexenpfad durch den Schmalztobel. Der an der Geschichte des Hexenprozess aufgehängte Lehrpfad ging vorbei an der Heindlmühle, dem Waffen-Christi-Kreuz an der Hausfassade in Neidberg nach Eckertsreut zur Einkehr und Besuch des Kräutergartens und des Obstlehrgartens. Wittersitt, an der Ohe entlang zur Göschlmühle nach Kühbach und die Schluß-Einkehr in Ringelai rundeten die Tour ab.

Die Wildbachklamm ,Buchberger Leite" gehört zu Bayerns schönste Geotope und war unser anspruchsvoller Wanderweg am Montag. An der Wolfsteiner Ohe entlang, am Wildgatter vorbei zur Hänge-I brücke und weiter durch eine urige Landschaft ging es zum „Carbidwerk". Durch einen Tunnel gelangten wir zu einer beeindruckenden Schluchtlandschaft, wo steile Felsriegel geröllreiche Wildbäche in ihr tief eingeschnürtes Bett zwingen. Und da Traumwetter und gute Stimmung herrschten, wurde die Strecke auf 18 km um Freyung verlängert. Jetzt kam nach dem Tunnel der unangenehmste Teil der Tour, denn der Weg führte steil bergan auf einer Asphaltstraße über Bucheck nach Wolfersreut zum Apfel- und Nüssesammeln und zurück nach Ringelai. Hier genossen wir die letzten wärmenden Sonnenstrahlen auf der Hotelterrasse, denn am nächsten Morgen deutete sich schon bei der Busfahrt zum Startort Neureichenau ein Wetterwechsel an.

Donnergrollen, Regen und Nebel waren unsere Begleiter auf dem Klausenweg zur Michelklause und zum 933 m hohen Klausgupf, einer urgewaltigen Felsformation, von wo es stetig bergauf auf der Ewigkeitsstraße und neben dem Bierstraßl' zum 1312m hohen Dreisessel ging. Nach der Einkehr im Berggasthof entschloss sich unser Wanderführer, wegen des Dauerregens und der fortgeschrittenen Stunde die Wanderung nach 10 km abzubrechen und die Heimreise bereits am Dreisessel-Parkplatz anzutreten. Ein Saunabesuch rundete den sehr feuchten Wandertag ab.

Der freie Tag am Mittwoch wurde vom größten Teil der Wandersleut' zu einem Besuch des ehemaligen Landesgartenschaugeländes in Waldkirchen sowie einem Einkaufsbummel genutzt.

Änderung vorbehalten, dies traf am Donnerstag zu, denn wegen geringer Sicht wurde der Start zum Großen Arber, dem König der Bayerwaldberge mit seinen 1456 Höhenmetern, zur Arber-Bergbahn bzw. nach Brenners verlegt. Über Stock und Stein ging der anspruchsvolle Anstieg über den idyllisch gelegene Kleinen Arbersee auf einem Holzfällerweg zum einsamen Berggipfel des Kleinen Arber. Nach einem letzten steilen Anstieg erreichten wir den Großen Arber, von wo wir den herrlichen Blick über die Höhen des Bayr. Waldes genießen wollten, aber außer Nebel war nichts zu sehen. Und so machten wir uns nach kurzer Rast im Berggasthof auf den steinigen Abstieg zum Großen Arbersee, von wo uns der Bus nach 15 Wanderkilometer sicher ins Hotel brachte. Tourenänderung auch am nächsten Tag, wo der 10 km lange „Steinfeld Weg" zunächst an der Buchberger Leite entlang, dann steil nach oben ein mühsames Stück durch den Hochwald ging, bis das erste Gehöft von Bucheck erreicht wurde. Ein Trampelpfad führte uns nach Wolfersreut zur flüssigen Brotzeit in der Pension Monika. Der wunderschöne Teil der Wanderung um Wasching wurde zum Pilzesammeln genutzt, ehe es auf der Teerstraße nach Ringelai ins Quartier ging.

Der Abend klang mit einem Besuch des hoteleigenen Theaterstadl und der Aufführung „Hotel California", -Flippige Videos der aufregenden 70 er und schräges Theater durch MUND + ART, aus.

Wetterbesserung war am letzten Wandertag angesagt, doch dies erwies sich als Trugschluß, unser Wanderführer musste improvisieren und wir veranstalteten eine Cross-Wanderung mit 2 Gruppen. Die „Wetterfesten wanderten ca 12 km vom Dreisessel (1312 m) über den sog. „Adalbert-Stifter-Steig' zum eindrucksvollen „Steinernen Meer', eine Ansammlung von gewaltigen Steinplatten. Weiter ging's auf dem Seesteig an der deutsch-österreichischen Grenze entlang zum Drei-Länder-Eck und auf dem Hochkammweg (deutsch-tschechische Grenze) über den Bayer. Plöckenstein zum Berggasthof Dreisessel. Hier vermissten wir die zweite Gruppe, die den kürzeren Weg zum Dreiländereck wählte, in Tschechien sich verlaufen hatte und erst 2 Stunden später am Dreisesselparkplatz eintraf. Beim abendlichen Treffen waren wir froh, daß alle und gesund angekommen waren.

Problemlos verlief die Rückfahrt von Passau mit dem Intercity / Regional-Express über Nürnberg, Frankfurt, Wiesbaden nach Eltville.

Unserem Wanderführer Rainer Dörry gebührt für die Durchführung der durch Wetterkapriolen und Improvisationen erschwerten Hit-Wanderung ein dickes Lob.

Manfred Lerch

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