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3. Hit-Wanderfreizeit: Insel Rügen von 21. bis 29. Mai 2005

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Wandern auf Deutschlands größter Insel

Am Samstag, 21. Mai 2005 empfangen wir, „Die Hochheimer" - die bereits eine Woche auf Rügen weilten - die 14 Teilnehmer aus der Heimat, sowie die 10 Teilnehmer am Deutschen Turnfest in Berlin auf dem Bahnsteig im Ostseebad  Binz auf Rügen und begrüßte sie mit einem Rostocker Kümmel „Mann und Fru". Nach einem kurzen Fußmarsch ist unser Domizil, das Haus Ostseeperle des IFA Ferienpark Rügen erreicht. Zu den Ersten, die sich nach der Wende in Binz engagierten, gehörte der IFA-Ferienpark, der aus einigen öden DDR-Ferienheimen entstand und inzwischen eine gepflegte Ferienanlage mit glasüberdachtem Vitarium, mit Restaurants, Geschäften und einem Erlebnisbad wurde.

Nach der Erkundung des feinsandigen, flach abfallenden Strandes mit schwacher Brandung und der verkehrsfreien Strandpromenade mit stilvollen Villen der Bäderarchitektur, der Seebrücke, dem Kurhaus und den vielen Cafes, Restaurants und Geschäften im historischen Ortskern rundete das Abendessen mit Schlummertrunk den anstrengenden Anreisetag ab.

Am Sonntag um 9:00 Uhr ging es mit der Wanderung los. Auf der Strandpromenade, an der Seebrücke Binz und der kleinen Fischräucherei in den Dünen vorbei zur Teufelsschlucht. Über Stock und Stein ging es auf dem Hochuferweg immer parallel zur Küste durch Buchenwald bis zum Seebad Sellin mit der beeindruckenden Seebrücke im Jugendstil. Eine lange Holztreppe führte hinunter zur 1998 nach historischem Vorbild wieder aufgebauten Seebrücke mit ihren verspielten Aufbauten und zum Sandstrand, wo eine Rast eingelegt wurde. Weiter ging es auf der von prächtigen Bädervillen gerahmten attraktiven Flaniermeile, der Wilhelmstraße, zum mitten in einem Märchenwald liegenden klassizistischen Juwel, dem 1836 erbauten Jagdschloss Granitz, von dessen 38 m hohen Mittel türm Gipfelstürmer, die die 154 gusseisernen Stufen der Wendeltreppe erklommen haben, einen phantastischen Rundblick über die ganze südliche Insel haben. Das Brennhaus, eine urige rustikale Gaststube in den Kellerräumen, in dem das Gesinde in alten Gewändern bedient, lud zu einer kurzen Pause ein, bevor nach einer kurzen 14%-Steigung uns der Ortskern von Binz nach 18 km wieder aufnahm.

„Früh" ging es am Montag mit dem Bus nach Sassnitz, wo die 18 km lange Wanderung durch Wälder, Hügel, Kreideklippen und Holzstiege durch den Nationalpark Jasmund, dem größten Waldgebiet der Insel Rügen mit dem 161 m hohen Pielberg startete. Auf dem 8 km langen Klippenweg gab es unterwegs viele schöne Ausblicke auf „noch mehr Meer" und den spektakulären weißen Klippen von den „Wissower Klinken", „Viktoriasicht" und „Königstuhl". Einige wagten beim Königstuhl den Abstieg zum Seeufer auf knapp 500 Holzstufen. Die anschließende Rast wurde zur Information über den Nationalpark mit seiner Flora und Fauna genutzt. Weiter führte uns die Wanderung zum sagenumwobenen grünschwarzen Herthasee und zum Hagener Busparkplatz, von wo wir zum Stadthafen Sassnitz gefahren sind. Hier sorgten Fischkutter, Ausflugsdampfer und die längste Mole Europas (1450 m) für Kurzweil, bevor es mit dem Schiff über die Prorer Wiek zurück nach Binz ging. Des Sports nicht genug, konnten wir am Abend das Tanzbein schwingen, wovon auch reichlich Gebrauch gemacht wurde. Strahlend blauer Himmel begleitete uns am Dienstag bei den „chaotischen Stunden" auf der autofreien Insel Hiddensee mit der 12 km Inselwanderung. Doch zunächst wurde bis Schaprode der Bus benutzt, bevor wir mit der Fähre nach Vitte übersetzten. Die „Blaue Scheune" und die flügellose Windmühle lagen an der Wegstrecke zum Wallfahrtsort für Tagesurlauber „Kloster". Hier wurde am Fischerhafen eine Rast zum Verzehr von frisch geräuchertem Fisch genutzt, bevor es durch das Dornbuscher Bergland voll Ginster und Sanddorn zum Leuchtturm mit einem freien Blick über das Inselland ging. Der Rückweg durch Heidelandschaft führte zum Gerhard-Hauptmann-Haus in Vitte und weiter zum Strand mit „noch viel mehr Meer". Hier teilte sich unsere Gruppe. Während ein Teil eine Strandwanderung nach Neuendorf bevorzugte, ließ der Rest anspannen und mittels 2 PS vor einem Planwagen die Insel mir seiner Natur erkunden. Und da der Spruch besagt, dass ein Genie das Chaos beherrscht, hatte Rainer am späten Nachmittag seine „Schäfchen" zur Fahrt mit der Fähre und dem Bus nach Binz wieder zusammen.

Manfred Lerch

Nach einem Ruhetag, der vielfältig genutzt wurde, starteten wir am Donnerstag zu unserer nächsten Tour. Um 9:00 Uhr ging es bei leicht bewölktem Himmel zunächst mit dem Bus nach Glowe, dort startete unsere Wanderung über die Schaabe in Richtung Juliusrah. Im Naturschutzgebiet entlang des großen Jasmunder Bodden hatten wir abertausende Begleiter. In Juliusruh angekommen, mussten wir uns als erstes mit einem guten Fischbrötchen und einem kühlen Bier stärken. Derweil wartete der Bus, der uns bis Putgarten brachte.

Wegen des kurzen Aufenthalts von zwei Stunden benutzten wir das Arkona-Bähnchen zum Kap Arkona. Dort angekommen bestiegen einige den Schinkelturm bzw. den Leuchtturm um die Aussicht über die Ostsee zu genießen. Nach einer weiteren kurzen Wanderung zum Fischerdorf Vitt traten wir den Rückweg - ebenfalls mit dem Arkona-Bähnchen zum Parkplatz an. Dort wartete der Bus, der uns zurück nach Binz brachte. Der Wetterbericht sagte für Freitag noch heißere Temperaturen voraus. Zunächst fuhren wir mit den Jagdschloss-Express zum Jagdschloss Granitz. Dort startete die mit 22 km für diese Wanderwoche längste Tour nach Putbus. Zunächst noch kurz durch ein Waldgebiet erreichten wir bald freies Feld mit wenig Schatten spendenden Bäumen und Büschen. Vorbei an den Großsteingräbern bei Lancken-Granitz erreichten wir das Meer. Unser Weg führte uns nun am Strand entlang bis Lauterbach und von dort nach Putbus. Ein schöner Wandertag bei fast ebener Strecke ging dort nach gut sechs Stunden zu Ende. Der „Rasende Roland" - eine Schmalspurbahn - brachte uns wieder zurück nach Binz. Der letzte Tag galt dem südöstlichsten Teil Rügens - der Halbinsel Mönchsgut. Mit dem Bus fuhren wir zunächst bis Gager zum Start. Über die Zickerschen Berge führte unser Weg zunächst nach Groß-Zicker, wo wir in einem schönen Gasthaus die Mittagsrast einlegten. Unsere weitere Tour ging an der Straße entlang bis kurz vor Lobbe. Dort verließen wir sie und wanderten barfuß am Strand und durch's Wasser bis nach Lobbe. Nach einer Badepause im kühlen Ostseewasser, die einige von uns wörtlich nahmen, holte uns der Bus ab und brachte uns wieder nach Binz. Die gleichzeitig kürzeste Wanderung wurde zu einem wunderschönen Abschluss unserer Wanderwoche auf Rügen und Hiddensee.

Renate Fleischer

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