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2. Hit-Wanderfreizeit: Ausoniusweg von 17. bis 23. April 2005

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 Per Pedes auf römischen Pfaden

Auf dem Ausoniusweg - so lautete das Motto der 2. Hit-Wanderung, zu der Wanderbegeisterte aus verschiedenen Vereinen der Turngaue Süd-Nassau und Mittelhessen ihre Wanderschuhe schnürten, um auf der Trasse von Bingen nach Trier die herb schöne Landschaft des mittleren Hunsrücks und der Mittelmosel in 6 Etappen zu erkunden. Auf dieser römischen Heerstraße reiste auch der römische Gelehrte „Decimus Magnus Ausonius", der seine Reiseeindrücke im Gedicht „Mosella" beschrieben hat.

Los ging es mit der Bahn bis Rüdesheim, dann bei windiger Überfahrt mit der Fähre nach Bingen. Ab Burg Klopp folgten wir dem Symbol „Weißer AU auf grünem Feld", überquerten die Nahe über die Drusus-Brücke und gelangten nach Weiler, am Bergwerk Grube Amalienhöhe und dem Jagdhaus Marbach vorbei zum in dichtem Nebel liegenden Forsthaus Lauschhütte, wo wir uns nach 12 Kilometer Wegstrecke eine Rast gönnten. Weiter ging es zur höchsten Erhebung der Etappe, dem Ohligsberg, und dann abwärts über Dichtelbach nach Rheinböllen zur ersten Übernachtung.

Froh gelaunt starteten wir am nächsten Tag am Marktplatz in Rheinböllen zu unserer längsten Tagestour. Über Mörschbach und Wendelinushof ins Stadtzentrum von Simmern, von wo es nach kurzer Rast im flottem Tempo nach Kirchberg ging. Die größeren Ansiedlungen ließen wir nun hinter uns. Über Wiesen und Weiden, durch den Wald ging es auf fast geradem Weg zur Ausonius-Schutzhütte mit alten römischen Spielen. Nur wenige Meter weiter stießen wir auf den Neubau eines römischen Wachturmes sowie auf ein Teilstück der alten römischen Straße. Kurz danach bogen wir ab, um in Sohren unsere Herberge zu erreichen.

Schreck am Morgen des anderen Tages, es goss in Strömen. Aber davon ließen wir uns nicht abschrecken, begaben uns nach einem ausgiebigen Frühstück wieder auf den Ausoniusweg, der durch Wiesen und Felder führte, bevor uns der Wald aufnahm. Erst die Schutzhütte bei der Marienmühle gewährte uns Schutz für eine kurze Rast. Danach sollte der Regen unser Begleiter bis zum Archäologiepark Belginum sein. Beim Besuch des Museums informierten wir uns über römische Kultur und Lebensfreude im Mittelpunkt ländlicher Besiedlung an der römischen Fernstraße. Nach diesem kurzen Ausflug in die Vergangenheit verließen wir Belginum und wanderten bis zu unserer Herberge in Gonzerath, die wir nach 25 km erreichten.

16 triste Kilometer folgten am anderen Tag, wo das erste Naturdenkmal „Graue Ley" bezeichnend für Wetter und Stimmung war. In der Ortschaft Haag wollten wir eine längere Trockenpause einlegen, doch gab es keine Einkehrmöglichkeit. Gerne nahmen wir die Einladung einer netten Hunsrückerin an, uns in der Grundschule zu trocknen und unsere Vesper zu verzehren. Zügig weiter ging es dann talwärts bis nach Gräfendhron zu unserer Pension.

Auf der 5. Teilstrecke von Gräfendhron über Büdlicherbrück nach Fell wurde endlich das Wetter besser und wir konnten nach steilem Weg bergauf den überwältigenden Blick über das Dhronthal genießen, wie wenig später die sonnenumflutete Rast am Sportplatz Breit. Über einen steil abwärts führenden Pfad erreichten wir Büdlicherbrück, danach wurde in einer Zusatzrunde wieder Höhe gewonnen. Abwärts durch den Mehringer Wald in das Feller Bachtal führte uns der Weg nach Fell, wo unsere Wanderung nach 25 km endete. Eine abendliche Weinprobe bei gutem Essen und viel Information über den Weinbau an Mosel und Ruwer rundete den schönen Tag ab.

Bei der letzten mit 13 km kürzesten Etappe von Fell über Mertesdorf nach Trier genossen wir einen herrlichen Blick zurück in das malerische Tal des Feller Baches. Da die Strecke ab Ruwer über geteerte Hauptverkehrsstraßen ging, entschlossen wir uns, die letzten Kilometer mit dem Bus zu fahren, zumal am Nachmittag eine Stadtführung uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt Trier näher brachte. Ein geselliges Abendessen im Hotel beendete die sehr schöne, harmonische und durch den Wanderführer des HTV, Rainer Dörry, gut organisierte Wanderfreizeit.

Manfred Lerch

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