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Wanderfreizeit: Südeifel von 7. bis 14. Oktober 2001

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Die Wanderwoche 2001 führte uns vom 7. bis zum 14. Oktober in die Südeifel. Der Deutsch-Luxemburgische Naturpark hat einiges zu bieten. Das erlebten 14 Teilnehmer aus einigen Turnvereinen des Turngau Süd-Nassau und des Turngau Mitteltaunus bei einem sonnigem Altweibersommer. Schirme konnten größtenteils guten Gewissens zu Hause gelassen werden.

Kultur war angesagt, kurz nach der Ankunft der Wanderer am Sonntag in Bollendorf an der Sauer. Auf den Spuren der Römer wurde die römische Villa aus dem 2. bis 3. Jahrhundert sowie das Örtchen Bollendorf besichtigt.

Die erste Wanderung am Montag führte geradewegs auf das Hochplateau mit vielen römischen und keltischen Erinnerungen. So konnten Druidensteine, keltische Kiesgräber und Erzkaulen, aber auch das römische Dianadenkmal bewundert werden. Mittagsrast war in einer Schutzhütte bei Ferschweiler bei

frisch angelieferter Erbsensuppe und dem obligatorischen Obstler. Auch die ehemalige Erzhütte der Abtei Echternach - Schloss Weilerbach - hatte einige alte Mauern zum Bestaunen. Ansonsten gab es viele Felspfade und schmale Felsdurchbrüche zu überwinden.

Der Dienstag führte auf Luxemburger Gebiet. Direkt nach dem Überqueren der Sauer führte der teils matschige Weg steil nach oben. Oben angelangt, fingen auch schon die großen Felsformationen an. Kalekapp, Kasselt, Sieweschlöff, Adlerhorst, Raiberhiel, Roitzbachschköff verlangten einiges an steinigen Felsstufen und etlichem Ducken um durch die Felsschluchten zu kommen. Die Mittagspause im Amphit-Theater wurde auch zum Ausruhen verwendet. Danach ging die Strecke weiter durch das Aesbachtal mit vielen schmalen Felsdurchbrüchen, Höhlen und Brücken. Perekopp, Labyrinthe, Teufelsinsel und die Paulsplatte mit über 800 Felsstufen waren zu überwinden, bevor man Echternach erreichte. Nach einem ausführlichen Stadtrundgang fuhr uns der Linienbus ins Hotel.

Die Mariensäule, der Eulenhorst, die Grüne Hölle und die Kreuzlay waren die ersten Punkte der Wanderung vom Mittwoch auf der deutschen Seite des Hochplateaus. Danach ging es etwas geruhsamer über schöne Waldwege zum Schwarzenbruch zur Mittagspause. Anschließend erwanderte die Gruppe die Wikingerburg und das Fraubillenkreuz (alle aus dem 2. - 3. Jahrhundert). Über das Hasenmaar, die Waldfee (ein Felsbrocken mit einer in einem Einschluss gemalten Madonna) sowie dem Kneippbrunnen ging es ins Hotel zurück. Unterwegs waren einige im Wald unterwegs zum reichlichen Pilze sammeln, was sich am nächsten Tag in der Speisekarte wiederfand.

Eine Wanderwoche ist nichts ohne einen Ausruh- und Kulturtag. So führte der Donnerstag in die Stadt Luxemburg. Ein Stadtführer führte uns über die verschiedenen Ebenen der Wälle der Stadt, natürlich mit reichlich Geschichte und Ausblicken über die Stadt. Danach war ausreichend Zeit, sich Luxemburg selbst zu Fuß anzuschauen, ehe es zurück ins Hotel ging.

Am Freitag stand wieder eine Luxemburg-Tour auf dem Programm. Nach etlichen Minuten des Diskutierens um das Anhalten an der Bedarfs-Haltestelle Vugelsmillen brachte uns der Luxemburger Bus endlich dorthin. Nun ging es schnurstracks in das Hallerbachtal. Wildromantische Seitentäler, hohe Felsschluchten und endlich Chateau Beaufort waren eine Wanderung wert. Nach der Frühstückspause am Chateau führte unser Weg durch Beaufort wieder ins Tal, zweigte ab in ein weiteres Tal und endlich ins Millenbachtal, das uns an die Sauer führte. Nach der Mittagsrast am Ufer der Sauer kam der beschauliche Teil der Wanderung. Am Ufer der Sauer entlang bis Dillendorf, über die Brücke nach Deutschland und am Ufer der Sauer zurück nach Bollendorf - nicht jedoch ohne Pause im Pölserhof bei Kaffee und Kuchen.

Der Samstag brachte eine Änderung des Programms mit sich. Wegen Schulferien fuhr kein Bus nach Irrel. Daher war eine Tour in der Nähe angesagt. Der schon bekannte Weg zur Mariensäule und Eulenhorst war schnell zurückgelegt. Nun aber führte uns der Weg zum Lingelslay. Hier hatten wir den uns schon bekannten Morgennebel (der jeden Morgen da war und mehr oder weniger schnell verschwand) überwunden und schauten ins nebelverhängte Tal. Mühmenlay, Predigtstuhl, Maria-Theresienstein, Hunnenkopf und schließlich Schwarzenbruch waren die nächsten Stationen. Nach der dortigen Kaffeepause bei selbstgebackenem Kuchen mußte der weitere Weg erkundet werden. Über unbenamte Reitwege quer durch den Wald mit eifrigem Pilzesammeln kamen wir dann am Kneippbecken und unserem Hotel an.

Alle Teilnehmer nahmen am Sonntag grandiose Eindrücke und etliches zum Schwärmen mit nach Hause.

Rainer Dörry
Fachübungsleiter Wandern

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