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Wanderfreizeit: Vinschgau/Südtirol - 15. bis 24. Sept. 2000

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Die diesjährige mehrtägige Wanderfreizeit führte für 10 Tage,vom 15. bis 24. September, in den Vinschgau in Süd-Tirol. Die Anreise nach Morter in Süd-Tirol war am Freitag. Die erste Wanderung am Samstag galt ganz dem Eingewöhnen an Gegend und Klima. Mit nur 150 Metern Höhenunterschied erwanderten wir den Rundwanderweg entlang dem Rautwaalweg und weiter rund um Morter. Unterwegs besichtigten wir die Stephanskapelle und bewunderten die Burg Obermontani. Rechtzeitig zu Beginn des einsetzenden Regens erreichten wir das Waldgasthaus Bierkeller, wo wir noch einige Zeit gemütlich beisammen saßen. Nach der Pause wanderten wir durch die Apfelplantagen zurück zum Hotel. Auch die Wanderung am Sonntag führte nicht in schwindelnde Höhen. Von Mals aus erwanderten wir den Sonnensteig entlang des Leitenwaal und des Berktenwaal durch wildromatische Talschluchten bis zur Churburg bei Schluderns. Nach der interessanten Besichtigung der Churburg brachte uns der Bus zurück ins Hotel

Am Montag ging es dann so richtig los. Der Bus brachte uns durch das 27 km lange enge Martelltal bis zur Enzianhütte in 2051 m Höhe. Von hier aus führte der Wanderweg teilweise steil bergauf durchs Pedertal - entlang einem Gletscherbach - bis zum Pederköpfl in 2585 m Höhe. Herrliche Ausblicke über die Gipfel des Ortler-Massivs belohnten die Wanderer. Auch der Abstieg zur Lyfialm (2195 m) hatte es in sich. Dort wurde die verdiente Pause bei einem Weizenbier oder einem Viertele "Kälterer See" genossen. Nach einer Stunde Rückmarsch brachte uns der Bus wieder ins Hotel zurück. Der Dienstag war ein Ruhetag. Unser Bus fuhr uns zum Shopping nach Meran. Anschließend wurde uns unter der Leitung der örtlichen Obstgenossenschaft - zu der unser Horst Bressler ausgezeichnete Beziehungen hat - die Obst-Sortier-Anlage in der Gegend von Lana vorgeführt. Bei anschließender Weinverkostung in der Kellereigenossenschaft St. Martin durften wir erstklassige Weine kosten - vorgestellt vom Präsidenten der Genossenschaft. Im Anschluß daran ging es in den Pfefferleitnerkeller wo unser Hunger gestillt wurde. Spät in der Nacht kamen wir zurück ins Hotel. Für Mittwoch war schlechteres Wetter angesagt. Wir fuhren mit dem Bus zur Talstation Tarscher Alm in 1200 m Höhe. Von hier ging unser Wanderweg auf die 500 m höhergelegene Latscher Alm (1715m Höhe). Eine erste Pause war angesagt. Leider fiel durch den bereits erfolgten Viehabtrieb das "Live Buttern und Käsen" aus. Trotzdem schmeckten Weizenbier, Milch oder das Viertele Wein hervorragend. Der weitere Weg führte uns dann noch 200 m höher zur Bergstation Tarscher Alm in 1940 m Höhe. Hier machten wir unsere Mittagspause. Beim anschließenden Abstieg zur Talstation begann es leider leicht an zu regnen, aber erst nach Erreichen des Busses öffnete der Himmel alle Schleusen. Es regnete und gewitterte die ganze Nacht, aber am Donnerstag-Morgen hatte sich der Regen verzogen. Unser Erstaunen war groß, als wir sahen, daß alle Bergspitzen rundum schneebedeckt waren. Ein Anruf beim Wetteramt bestätigte uns, die "Spitzige Lun" -unser heutiges Wanderziel - meldete " 10 cm Neuschnee". Somit fiel diese Tour aus. Da auch am Reschen Schnee lag, machten wir uns auf den Weg zu einer Ersatz-Wanderung. Von Töll aus erwanderten wir mit wenig Höhenunterschied den "Marlinger Höhenweg" oberhalb von Algund und Meran bis kurz vor Lana. In Marling im Waalheim wurde Mittag gemacht. Danach wanderten wir über den "Marlinger Waalweg" zurück nach Töll. Herrliche Ausblicke auf Dorf und Burg Tyrol, Meran und Lana entschädigten für die ausgefallene Bergtour.

Auch am Freitag war die Spitzige Lun und das Dreiländereck am Reschen nicht zu erwandern und die Samstag-Tour wurde vorgezogen. Von Morter (729 m) aus wanderten wir durch die Apfelplantagen nach Goldrain, dem Goldrainer Schloß bis zu den Annaberger Böden. Unterwegs mußte eine Schlucht mittels einer schwankenden Hängebrücke einzeln überquert werden. Auf der Ratschill-Alm (1285 m) legten wir eine gemütliche Mittagspause bei Bier, Milch oder einem Viertele "Kälterer See" ein. Der Wirt spielte auf seiner "Quetsche" und unser Wanderführer Otto schwang mit unseren Frauen das Tanzbein. Gut gelaunt traten wir den Rückweg über den Lottersteig an.

Am Samstag endlich war der Schnee soweit geschmolzen, daß die Spitzige Lun erwandert werden konnte. Von Matsch aus - 1500 m hoch - ging es immer bergauf. Unterwegs konnten wir die herrlichen Ausblicke auf die verschneiten Bergspitzen rundherum genießen. Endlich erreichten wir das Gipfelkreuz der Spitzigen Lun in 2324 m Höhe. Zwischen den Schneefeldern machten wir ausgiebig Mittagsrast und sonnten uns in der warmen Sonne. Nach dem Abstieg ins Dorf Planeil (1590 m) konnten wir im dortigen Gasthaus mit einem Weizen auf unsere letzte Wanderung im Vinschgau anstoßen. Ein herrlicher Abschluß. Am Abend spielte im Hotel ein einheimischer Musiker auf der Ziehharmonika zum Tanz und Vergnügen. Auch hier war unser Wanderführer Otto nicht zu bremsen: er tanzte mit allen anwesenden Frauen.

Pünklich um 23 Uhr gingen alle zu Bett, denn der Sonntag sollte uns zurück in die Heimat führen. Das übereinstimmende Urteil aller Teilnehmer lässt sich in wenige Worte fassen: eine rundum gelungene Wanderwoche.

Rainer Dörry
Fachübungsleiter Wandern

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