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Rad-Wanderfreizeit: Mecklenburger Seenplatte
vom 12. bis 20. Junu 1999

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Erhebliche Vorbereitungs-Arbeiten waren für diese Rad-Wanderwoche notwendig, die dann äußerst erfolgreich über die Bühne - sprich Radfahr-Teilnehmer - gegangen ist.

Die Abfahrt nach Waren an der Müritz - unserem Standquartier - erfolgte mit dem Nachtzug der Bahn bereits am Freitag-Abend, den 11. Juni. Im Zug waren Stellplätze für die Fahrräder und Liegewagen für die Teilnehmer reserviert. So war die Ankunft in Waren bereits um ca. 9 Uhr morgens und mit den mitgebrachten Fahrrädern konnten die Teilnehmer bereits ihre erste Tour - zum Hotel in Klink - entlang des Müritz-Ufers machen.

Am Sonntag, den 13. Juni war es endlich soweit. Die erste große Tour rund um den Kölpin-See, Fleesensee und Jabelchen See konnte angegangen werden. Vom Hotel aus führte die Route zum Ort Klink und weiter südlich des Kölpin-See und des Fleesensee zur Inselstadt Malchow. An der Drehbrücke wurde Mittagsrast gehalten. Dabei konnte das - zu jeder vollen Stunde durchgeführte - "Öffnen" der Drehbrücke für den Schiffs-Verkehr beobachtet werden. Bei der Abfahrt nach der Mittagsrast hatte ein Teilnehmer seinen ersten "Platten". Nach der Reparatur führte dann die Tour am nördlichen Ufer zurück zum Jabelchen See und zum Damerower Werder. Hier kamen wir gerade rechtzeitig zur Fütterungs-Zeit ins Wisentgehege. Es war interessant, den mächtigen Wisenten beim Fressen zuzuschauen. Groß war der Schreck, als plötzlich hinter uns bei den Fahrrädern ein Wisent auftauchte, der "ausgebüchst" war. Er war allerdings so scheu, daß er gleich wieder im Wald verschwand. Nach einer ausgiebigen Pause führte uns der Weg dann zurück zum Hotel.

Am Montag begann unsere Tour mit der Umrandung der Müritz, des größten innerdeutschen Sees. Mit dem Rad fuhren wir am Ufer der Müritz entlang nach Waren bis zum Hafen. Nach einem kleinen Abstecher zum Marktplatz radelten wir weiter in den Müritz-Nationalpark. Durch die reizvolle Landschaft, begleitet von vielen Vogelstimmen, kamen wir in Richtung Boek zum sumpfigen Teil des Sees (der vor einigen Jahren abgesenkt wurde). Von einer Aussichtsplattform konnten wir die Landschaft gut überblicken. Anschließend machten wir in einem Landhaus in Boek unsere Mittagsrast, die uns gut gelegen kam, denn der nächste "Platten" war zu flicken. Anschliessend hatten wir nur noch ein kurzes Stück zum Bolter Kanal, von wo aus wir mit dem Schiff zurück zum Hotel fuhren.

Der Dienstag wurde genutzt, das südliche Ufer der Müritz zu umfahren. Die Fahrt führte vorbei an Feldern mit blühendem Buchweizen, Mohnblumen und anderen blühenden Pflanzen bis nach Röbel. Am Hafen wurde die obligatorische Mittagsrast gehalten. Unseren heutigen "Platten" halten wir bereits bei einer Verschnaufpause auf dem Weg "bereinigt". Nach der Pause führte unser Weg weiter am südlichen Ufer entlang bis zum Bolter Kanal, von wo uns auch heute ein Schiff zurück zum Hotel brachte.

Nach Plau am Plauer See, unserem Ausgangspunkt am Mittwoch, kamen wir erst nach einer dreistündigen Schiffsfahrt von der Hotelmole aus. Wir fuhren über den Kölpiner See, den Fleesensee und den Malchower See. Zur vollen Stunde durchfuhren wir die Drehbrücke, anschließend über den Petersdorfer See und den Plauer See. In Plau verließen wir unser Schiff, das anschließend nach Malchow fuhr - um uns dort wieder aufzunehmen. Wir aber starteten mit unsern Rädern, um den südlichen Teil des Plauer Sees zu umfahren. Im Ferienzentrum Lenz bogen wir ab und fuhren am Petersdorfer See entlang bis Malchow. An der Drehbrücke "enterten" wir wieder das Schiff, das uns zurück zum Hotel brachte.

Der Donnerstag war ein "Ruhe-" und "Ausflugstag". Mit dem ältesten, noch im Dienst befindlichen Schiff - der MS Sonnenschein, Baujahr 1923 in Wiesbaden - machten wir eine sehr schöne, aber lange Schiffstour über einige Seen, Kanäle, Wasserstrassen und Schleusen nach Rheinsberg. Während des einstündigen "Landgangs" besichtigten einige Teilnehmer das Schloß und den umliegenden Park. Andere nutzten die Zeit zum Mittagessen. Anschließend führte uns die Fahrt auf dem gleichen Weg zurück zum Hotel. Auf dem Weg konnten wir sehr gut die Flora und Fauna bewundern. So sahen wir etliche rote und schwarze Milane, eine ganze Schar von Fischreihern, Seeadlern, Eisvögeln, aber auch viele weiße und gelbe Seerosen. Der Schiffsverkehr der verschiedensten größeren und kleineren Schiffe und Boote - Paddelboote, Motorboote, Kanadier usw. - war ebenfalls sehr interessant zu beobachten. Glücklich kamen wir nach fast 12 Stunden Fahrt wieder im Hotel an.

Der Freitag konnte wieder ganz dem Fahrrad gewidmet werden. Auch heute mußte der Ausgangspunkt ebenfalls erst angefahren werden. Ein Bus mit Fahrrad-Anhänger brachte uns zur Reuterstadt Stavenhagen, der Heimat des norddeutschen Mundart-Dichters Fritz Reuter. Von hier führte die heutige Radtour zuerst in den Wildpark Ivenack, wo erstmals eine kleine Rast bei den "1000jährigen Eichen" gemacht wurde. Danach führte die Tour am See entlang zurück nach Stavenhagen zum Fritz-Reuter-Literatur-Museum, danach weiter zum Rützenfelder See, Varchentiner See und durch die Moränen-Landschaft bis Waren. Dort wurde nun die verdiente Pause gemacht. Gut gestärkt fuhren wir zurück zum Hotel. Mit ca. 70 Tages-Kilometern war dies die längste Strecke.

Der folgende Tag, der Samstag stand zur freien Verfügung, was auch genutzt wurde, und am Abend traten wir die Rückreise mit dem Nachtzug über Berlin - Bahnhof Zoo -zurück nach Wiesbaden und Walluf an.

Diese erste mehrtägige Radtour hat allen Teilnehmern gut gefallen, und am Ende waren sich alle einig, daß im nächsten Jahr wieder eine Radtour stattfinden muß. Vorgesehen ist der Donau-Radweg Passau-Wien.

Rainer Dörry, lizenzierter Wanderwart

 

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